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Freitag, 11. Mai 2012

DER GRUNDGUTE ANTONINUS PIUS: ODER DER GLEICHMUT
Beruf: römischer Kaiser (wär ich auch gern, nur ohne Pflichten)
vollständiger Name: Titus Aurelius Fulvus Boionius Antoninus Pius (sein Türschild muß sehr lang gewesen sein; Autogramme zu geben, war bestimmt anstrengend bei dem Namen)
Zeit: Ende 1. bis Anf. 2. Jh. (lang her)
geb. "Domitiano Dolabellaque consulibus", das ist das Jahr 86 n.
Haupteigenschaft: grundgut! (wie ich)
Domitian, der  praktischerweise den Titel "dominus et deus" führte, hatte drei Jahre zuvor seinen Feldzug gegen die Chatten (meine Vorfahren) begonnen. Erste Limesanlagen wurden angelegt.
In Dacien ( an der unteren Donau), tobten die Kämpfe gegen Decebalus.
Antoninus war von schlichtem Wesen, haßte Hofschranzen und Denunzianten. Er führte durch seine Legaten eine Reihe von Kriegen, u,a, gegen die Britannier, die Lollius Urbicus besiegte. In Schottland ließ er einen Wall vom Firth of Clyde bis zum Firth of Forth anlegen (eine Heidenarbeit, wie ich vermute). Den Limes in Germanien ließ er vorverlegen (ein beliebtes Spiel; der Limes wurde in der Folgezeit noch einige Male vor-und zurückverlegt). Antoninus hatte sich auch mit einigen Aufständen von Provinzlern herumzuschlagen.
Er starb 161 n., angeblich an einer Überportion Alpenkäse! J. Fernau nennt ihn "unfaßbar gut". Er galt als Friedenskaiser und idealer Herrscher. Seine Person wurde als wohltuend empfunden. Endlich mal kein Psychopath wie Caligula, kein Irrer und Spinner wie Nero oder ein Monster wie Domitian.
Seine letzte Parole lautete übrigens: "Gleichmut!" In diesem Sinne...
Quelle: HISTORIAE AUGUSTAE
EREC

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