Murmillo-Archiv

Mittwoch, 6. Juni 2012

DES MAROBODUUS UND ARMINIUS ENDE: EMIL NACK: GERMANIEN,
Völker und Länder der Germanen, Wien, Heidelberg, 1958 und 1977, S. 135:
Nachdem Maroboduus zwei Schlachten gegen die Cherusker unter Arminius verloren hatte (sollte man nicht tun!), wurde er von allen fallengelassen. Als auch noch seine Königsburg von einem gewissen Catvalda belagert wurde, floh er zu den Römern und wurde nach Ravenna in Frührente geschickt.
(Maroboduus nannte sich "König" der Markomannen. Nack berichtet, daß "er sich in den Tagen der Not abseits von seinen Landsleuten gehalten hatte".
"Arminius stand auf dem Gipfel seiner Macht. Es ist unklar, welchem weiteren Ziel er zustrebte, ob er die germanischen Stämme zu einem festeren Verband einigen und selbst als König an ihre Spitze treten wollte.
Ein tragisches Schicksal stellte sich seinem weiteren Erdenlauf entgegen. Man neidete ihm den schwer erkämpften Ruhm, die Heimat vor dem Zugriff des Feindes gerettet zu haben; er fiel im Alter von 37 Jahren durch den Morddolch seiner eigenen Verwandten, die seine überlegene Macht mit Eifersucht und Haß erfüllt hatte (19 n. Chr.).
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Also, hütet Euch vor dem "Morddolch" der Verwandten (lat. necessarii=diejenigen, die man
notwendigerweise auf dem Hals hat und nie ganz los wird).
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So ist die Welt: Arminius, der aufrechte Recke war tot, gemeuchelt durch ruchloses Verwandtenpack, der miese Marbod hingegen feierte als lustiger Rentner "dolce vita" in Ravenna.
Doch ich bin sicher: Arminius sitzt jetzt in Walhall an Odins Tafel, während Marbod in der Unterwelt hockt (Abteilung Mieslinge).
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WOTAN/ ODIN: höchster Gott der Germanen; nimmt selbst am Kampf nicht teil, reitet aber mit seinem Roß SLEIPNIR über die Walstatt; mit seinem Speer GUNGIR bezeichnet er die Männer, denen bestimmt ist zu fallen.
Die WALKÜREN ("Erwählerinnen"): "Göttinnen des Kampfgeschicks und des Schlachtentods"; "Odins stolze und milde Botinnen";  reiten hoch zu Roß über das Schlachtfeld;  "erwecken die gefallenen Helden mit ihrem Kuß zum ewigen Leben" und geleiten sie nach ASGARD (also dorthin, wo es Met gibt und wohin Marbod nicht kommt). Dort gibt es gleich einmal was zum Trinken: FRIGGA empfängt nämlich die "heroes" mit einem Willkommenstrunk. Na dann, prost!
ÜBRIGENS: In Asgard wird nicht nur gesoffen und gefeiert. Es gibt dort nämlich jeden Tag freies Training für die Helden, die fit sein müssen, wenn der Tag der GÖTTERDÄMMERUNG (RAGNARÖK) kommt.
Quelle: E. Peterich/ P. Grimal: Götter und Helden, München, 1971 (dtv), S. 183, 185, 205.
EREC (der Schreckliche)



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