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Donnerstag, 2. Juni 2016

OVID: METAMORPHOSEN I, 747-II 400: PHAETON (1): TEXTERSCHLIESSENDE FRAGEN

Hauptperson: Phaeton
Eltern: Phoebus und Clymene
Phaeton hat Streit mit Epaphus, der dessen Abstammung bezweifelt.
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1)Was sagt dies über die Person des Phaeton aus?
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Er wendet sich an seine Mutter:
"...Mutter, ich habe geschwiegen,
ich, sonst so trotzig und frei. O Schande für uns, daß ein solcher
Vorwurf konnte erhoben und nicht widerlegt konnte werden!
Du aber, wenn ich je aus göttlichem Stamme entsprossen,
gib einer solchen Abkunft Beweis, sprich dem Himmel mich zu!..." (I, 757-760)  Der Schwur der Clymene:
"...Beim lichten Schein der blitzenden Strahlen dort oben,
Sohn, ich schwöre: dich hat Er dort, der uns hört, der uns sieht, Er
dort, den du schaust, der Gott, der den Kreislauf der Sonne beherrscht, hat
Phoebus gezeugt..." (Vers 768-771;...tibi iuro...te...Sole satum=ich schöre dir, daß du durch die Sonne "gesät" worden bist=hervorgebracht worden bist).
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2) Wie reagiert die Mutter auf Phaetons Plan, den Vater aufzusuchen?
Phaeton jedenfalls ist in jugendlichem Leichtsinn ganz begeistert von seinen tollen Plänen:
"Auf strahlt Phaeton da sogleich vor Freude nach solchen
Worten der Mutter und FASST DEN ÄTHER IN SEINE GEDANKEN,
quert sein aethiopisches Land und das unterm Brand des Gestirnes
liegende Indien und naht sich rüstig dem Aufgang des Vaters."
(776-779)
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3) Was glaubt ihr?-Ist das Verlangen des Phaeton, seine Herkunft zu klären und den Vater zu sehen legitim und vernünftig oder jagt Phaeton einer fixen Idee hinterher?
4) Deutet sich hier schon die kommende KATASTROPHE an?
5) Was führt zur KATASTROPHE?
6) Ist Phaeton allein schuld für sein bevorstehendes Unglück?
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Wer noch nicht den Ausgang der Story kennt, kann ja die Geschichte mal weiterschreiben und dann mit Ovid vergleichen. Wer das Ende kennt, kann die Geschichte umschreiben.
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murmillo

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