Murmillo-Archiv

Donnerstag, 9. Juni 2016

OVID: METAMORPHOSEN I, 452-567: DAPHNE: THEMA "VERUNGLÜCKTE LIEBE"

PHOEBUS APOLLO beleidigt CUPIDO. Dieser schießt auf PHOEBUS und DAPHNE zwei verschiedene Pfeile ab (unerlaubter Waffenbesitz und Körperverletzung nennt man so etwas heute).- Daphne will Jungfrau bleiben, PHOEBUS will DAPHNE (so etwas nennt man einen Interessenkonflikt). DAPHNE will aber nicht. Also rennt ihr der Gott in wenig göttlicher Art hinterher. Doch als sie nicht mehr kann (eine Nymphe ist ja keine Sprinterin), wird sie in einen Lorbeer verwandelt. Der Lorbeer ist von nun an dem APOLL heilig (Aitiologie).
Die METAMORPHOSE ist in diesem Fall ERLÖSUNG. Da sie unschuldig ist, wird sie nicht in etwas Unschönes verwandelt (wie z.B. Lycaon in einen Werwolf), sondern in einen Lorbeerbaum.
Als Gott der Weissagung hätte APOLL eigentlich voraussehen müssen, daß das nichts wird!
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1) Wodurch beleidigt Apoll den Cupido?
2) Welche Wirkungen haben die zwei verschiedenen Pfeile?
3) Ist Cupido ein kleiner, fieser Gott?
4) Apoll ist auch Bogenschütze! Warum schießt er nicht zurück?
5) Warum will Daphne Jungfrau bleiben? Nenne Gründe!-Oder ist sie vielleicht nur zickig?
6) Verträgt es sich mit der Würde eines Gottes, einer Nymphe "hinterherzuhechten"?
7) Auf welcher Seite ist die Sympahie des Lesers?
8) Übt Ovid hier Religionskritik?
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decurio

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