Murmillo-Archiv

Freitag, 6. Juli 2012


PHAEDRUS 3, 15, Teil 2:

„Dennoch ist dir jene wichtiger (lieber), die dich hervorgebracht (erzeugt) hat.“-“So ist es nicht (Nein). Woher wußte jene, ob ich schwarz oder weiß geboren werde (würde; Konj. Imp.)?
Nun weiter: wenn sie es gewollt hätte, ein Weibchen zu gebären, was hätte sie ausrichten können (tun können; was hätte es genützt), da ich doch als Männchen geschaffen wurde?
Sie hat mir allerdings eine große Wohltat an meinem Geburtstag erwiesen,
daß ich zu jeder Stunde den Metzger erwartete! (ironisch?)
Warum soll sie, die keine Macht beim Zeugen besaß (wörtl.: deren keine Macht...gewesen ist; gen. Possessivus als Relativ), mir wichtiger sein als diese (abl. Comparativus), die sich erbarmt hat (Mitleid hatte) mit dem am Boden Liegenden (wörtl.: des am Boden...=Ohnmächtigen, unbeachtet Daliegenden, Niedergeschlagenen etc.)
und die mir aus eigenem Antrieb (von sich aus) liebevolles Wohlwollen erwies?
Die Güte „macht“ die Eltern (aus), nicht die Notwendigkeit (Not, Zwangslage).“
Der Autor wollte mit diesen Versen zeigen,
daß die Menschen sich den Gesetzen (Vorschriften) widersetzen, durch Wohltaten aber eingenommen werden.---
Übersetzung: by Erec

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