Murmillo-Archiv

Mittwoch, 10. April 2013

AQUAE MATTIACORUM

Das Heilbad WIESBADEN wird erstmalig von PLINIUS DEM ÄLTEREN in der Literatur erwähnt. Die Römer glaubten an die Heilkraft des Wassers und hielten es für etwas Göttliches!
PLINIUS selbst badete in WIESBADEN. Auch der Dichter MARTIAL (wir alle kennen ihn), der KAISER DOMITIAN auf seinem Feldzug gegen die CHATTEN begleitete (war bestimmt nicht lustig), hat WIESBADEN gesehen.
Um 50 n. Chr. wurde das erste Kastellbad errichtet. (Die Legionäre waren ganz "wild auf Bäder"!)
WIESBADEN war von großer strategischer Bedeutung, weil es den Mainzer Brückenkopf sicherte.
259/ 60 n. kam die Katastrophe. Die ALAMANNEN (damals noch nicht so spießig wie heute) zerstörten WIESBADEN bis auf die Grundmauern. "Good times never last!"
356/ 60: Rückeroberung (etwas spät für meine Begriffe).
371 n. kurierte übrigens der Alamannenfürst MACRIAN sein Rheuma in Wiesbaden aus. VALENTINIAN wollte ihn schnappen und setzte eine Abteilung in Marsch. Diese machte aber solchen Lärm, daß MACRIAN flugs seine Badesachen zusammenpackte und türmte. Er verschwand in den Taunuswäldern und ward nicht mehr gesehen.
Nach 500 wurde WIESBADEN aufgegeben. Erst um 800 wird es wieder von EINHARD erwähnt:
"et castrum, quod moderno tempore WISIBADA vocatur".-
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Quelle: A. u. R. SCHMID: DIE RÖMER AN RHEIN UND MAIN, Frankf. 1972, Kap. 7 ("Heilige Quellen").
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The SIR

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