Murmillo-Archiv

Dienstag, 25. November 2014

OVIDIUS: MET. IV, 432-469: JUNO ON THE HIGHWAY TO HELL!

"Steil geht nieder ein Pfad, umdüstert von giftigen Eiben,
der in das untere Reich durch schweigende Stille hinabführt."
Wir haben gesehen, daß der Weg in die Unterwelt ganz schön holperig ist.-"Dieser Weg wird kein leichter sein", singt doch irgend so ein Sänger. Aber nicht für JUNO. Für die ist das eine der leichteren Übungen. Zuerst kommt sie an den STYX, von dem es heißt:
"Styx nebulas exhalat iners"="Nebel verhaucht die träge Styx".
Die Toten singen: Warum ist es am Styx so schön...
"umbraeque recentes
descendunt illac simulacraque functa sepulcris"
"neuankommende Schatten steigen dorthin (allda) hinab und tote Trugbilder"
(by decurio)
fungi, fungor, functus sum+abl.=verrichten; vollendet haben; tot sein; auch: erleiden
functi=defuncti=die Toten (also diejenigen, die "ausfunktioniert haben")
wörtlich: "die Phantome, vollendet habend die Begräbnisse"
(Damit können nur meine Nachbarn gemeint sein!)
"All in all" ist es da unten ziemlich ungemütlich: pallor; hiems; loca senta etc.
Auch irren die MANEN umhe wie Falschgeld, denn sie wissen nicht wo's lang geht
"qua sit iter, manes, Stygiam qua ducat ad urbem,
ignorant, ubi sit nigri fera regia Ditis."
("wo der Weg sei, das wissen die Seelen der Verstorbenen nicht, wo er hinführt zur stygischen Stadt,
wo die grausigen Reiche des finsteren Dis sind"; was wissen die überhaupt?)
(by decurio)
Die Unterwelt hat zahllose Eingänge und offene Tore, in die die Seelen hineinströmen wie Flüsse ins Meer. Platzmangel scheint ein Fremdwort zu sein:
"und nimmer
wird es dem Volk zu eng, noch merkt es der Menge Vermehrung"
Die Unterwelt ist die reinste Geisterbahn:
"Ohne Gebein und Leib gehn blutlos irrende Schatten"
Einige von denen gehen "shopping", andere tun das, was sie immer schon taten (also irgend so'n Mist (monkey business), was sie schon zu Lebzeiten getan haben).
Dorthin treibt also die JUNO ihr Haß. Gleich am Eingang wird sie von CERBERUS begrüßt, ein liebenswürdiger "Wauwau " mit drei Köpfen. Der Köter bellt, aber das ficht JUNO nicht an. Sie hat Besseres zu tun, als mit CERBERUS Gassi zu gehen, und ruft die "Schwestern, welche geboren die Nacht", das sind die 3 ERINYEN (EUMENIDEN; FURIEN; also Tante Martha, Tante Herta, Tante Gisela).
Die 3 FURIEN kämmen ihr Schlangenhaar. Es ist der "Ort der Verdammnis": Die ganze Verbrecherbande wird dort gequält: TITYOS, riesiger Sohn der Erde, der sich an LATONA vergangen (solche Horrorgestalten gibt es wirklich: Meine riesige Nachbarin hat die Welt mit einen riesigen, ungeschlachten Sohn "beglückt".), TANTALUS, SISYPHOS, IXION auf dem Rad, die BELIDEN. JUNO ist wenig "amused" über das ganze Gesindel und fragt: Warum darf es dem ATHAMAS so gut gehen, wo er sie doch zusammen mit seiner Frau verhöhnt hat? Dann trägt sie ihr Begehr vor...
---
by decurio




















Keine Kommentare:

Kommentar posten