ille habuit (jener hatte) fidamque manum sociosque fideles (eine treue Schar und treue Gefährten; Chiasmus!):
me profugum (mich Verbannten) comites deseruere mei (verließen meine Begleiter).
ille (jener) suam laetus patriam victorque petebat (kehrte fröhlich und als Sieger in seine Heimat zurück; petere=aufsuchen; streben nach; zu erreichen suchen):
a patria fugi (ich hingegen (ego) bin aus der Heimat geflohen) et exul ego (und auch noch als Verbannter).
nec mihi Dulichium domus est (auch ist mir nicht Dulichium Heimat) Ithaceve Samosve (oder Ithaka oder Samos),
poena quibus non est grandis abesse locis (von welchen Orten fern zu sein keine große Strafe ist):
sed (sondern; bezieht sich auf "Roma") quae de septem totum circumspicit orbem
montibus (das von den sieben Hügeln den ganzen Erdkreis überblickt), inperii deumque locus (Rom, Sitz des Reichs; der Regierung und Ort der Götter; deum=deorum!).
illi corpus erat durum (jenem war ein abgehärteter Körper) patiensque laborum (fähig Mühen zu ertragen):
invalidae vires ingenuaeque mihi (schwache und "verzärtelte" (schwächliche) Kräfte (sind) mir; ingenuus=auch: edel!).
ille erat assidue (jener war ständig) saevis agitatus in armis (in schrecklichen Waffen "umhergetrieben" worden; im Krieg):
adsuetus studiis mollibus ipse fui (ich selbst dagegen bin an die verweichlichenden Studien gewöhnt gewesen; war gewohnt).
me deus oppressit (mich überwältigte ein Gott), nullo mala nostra levante (wobei keiner "unsere Übel" (Leiden) linderte; erleichterte; ohne daß einer...):
bellatrix illi diva ferebat opem (jenem brachte die kriegerische Göttin Hilfe).
cumque minor Iove sit (und obwohl er geringer (weniger mächtig) als Jupiter ist) tumidis qui regnat in undis (der in den schäumenden (tosenden) Wellen regiert),
illum Neptuni, me Iovis ira premit (bedrückte (verfolgte) jenen der Zorn Neptuns, mich der Jupiters).
adde (füge noch hinzu; hinzu kommt), quod illius pars maxima ficta laborum (daß der größte Teil der Leiden jenes erdichtet (sind)
ponitur in nostris fabula nulla malis (in unsere Leiden wird keine Fabel (Geschichte) "gelegt" (eingeflochten?))
denique quaesitos tetigit tamen ille Penates (schließlich "berührte"=erreichte er die gesuchten (begehrten; vermißten; ersehnten) Penaten (=sein Heim),
quaeque diu petiit (und die er lange zu erreichen suchte), contigit arva tamen (dennoch erreichte er die Gefilde; und dennoch erreichte er die Gefilde, die er lange suchte; im Lateinischen kommt oft der Nebensatz vor dem Hauptsatz; Prolepsis):
at mihi (doch von mir) perpetuo (dauerhaft) patria tellure carendum est (muß die väterliche Erde entbehrt werden),
ni fuerit (wenn nicht "gewesen sein wird"; sein wird; Fut. II; die Vollendung in der Zukunft wird hier gesehen) laesi mollior ira dei (der Zorn des verletzten Gottes (=Augustus) sanfter; milder).
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OVID stilisiert hier sein Unglück mit großem Pathos und vielleicht auch mit ein wenig Ironie. Der Dichter behauptet: Mein Unheil ist viel, viel größer als das des Odysseus. Ergo: Die Dichter müssen über mich schreiben!- Indem er sich mit Odysseus vergleicht, hebt er sein Schicksal in mythologische Sphären. Seine Irrfahrten sind größer als die des Odysseus. Odysseus hatte treue Gefährten (echte Kerle), OVIDS "Freunde" (alles "Flaschen") ließen ihn fallen wie eine heiße Kastanie.
Odysseus kehrt triumphal zurück (laetus, victor), OVID hingegen mußte flüchten. Die Heimat des Odysseus ist Ithaka. Es ist keine besondere Strafe, diesem felsigen Eiland fern zu sein (vielleicht war Odysseus ja froh, mal rauszukommen). OVIDS Heimat ist aber Rom (urbs), das Zentrum der Welt. Und OVID ist ein urbaner Mensch! Also trifft ihn der Verlust der Heimat viel härter.
OVIDS Leiden stehen außerdem in umgekehrtem Verhältnis zu seinen geringen (vermutlich kaum vorhandenen) Kräften (ein Topos, im Falle OVIDS aber sicher zutreffend). Vermutlich konnte OVID nur den Schreibstift stemmen oder, hingetreckt auf eine Kline, das Weinglas halten, einen Henkel Trauben etc.. OVID war schließlich ein Kulturmensch, ein décadent, ein "poeta doctus" und kein bodybuilder. Ganz anders dagegen Odysseus. Der war ein harter Kriegsmann (ein echter fighter), geübt im Waffenhandwerk und konnte folglich einiges einstecken.- OVID hatte sich dummerweise mit Jupiter (Augustus?) angelegt, Odysseus nur mit Neptun. Obwohl der über größere Kräfte verfügte, hatte er weniger zu leiden.- Ungerechte Welt!-OVID stand niemand bei, während Odysseus göttlichen Beistand (von Athene) erhielt.
Auch ist sein Schicksal real und nicht fiktiv wie bei Odysseus!
Schließlich kommt Odysseus wieder zuhause an, wohingegen OVID in die Vebannung geht (Ausgang: ungewiß). Ovid ist ein Verlorener, ein "profugus", ein "exul".
Ergebnis: OVID ist ein noch größerer Dulder als der Vieldulder Odysseus.
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(Spendenkonto der OVID-Stiftung...)
Murmillo-Archiv
Sonntag, 31. August 2014
OVID: TRISTIA LIBER I, 51-62: GRENZENLOSES LEID-OVID VERGLEICHT SICH MIT ODYSSEUS!
pars etiam quaedam mecum moriatur oportet (es ist nötig, daß auch ein Teil mit mir stirbt),
meque velim possit dissimulante tegi (und ich möchte, daß es verhüllt werde, dadurch daß ich es verheimliche; ohne darüber zu sprechen; Ovid will ein Teil seiner Leiden mit ins Grab nehmen).
si vox infragilis ((auch) wenn die Stimme unzerbrechlich), pectus mihi firmius aere (die Brust mir fester als Erz (wäre)),
pluraque cum linguis pluribus ora forent (und (mir) mehr Münder mit mehr Zungen wären; sein würden):
non tamen idcirco complecterer (würde (könnte) ich daher dennoch nicht umfassen) omnia verbis (alles durch Worte),
materia vires exsuperante meas (wobei; da doch der Stoff meine (schwachen) Kräfte übersteigt).
pro duce Neritio (anstelle des Anführers von Neritios=Insel bei Ithaka; gemeint ist Odysseus (Ulixes)) docti mala nostra poetae
scribite (schreibt über meine Leiden, ihr gelehrten Dichter): Neritio nam mala plura tuli (denn ich habe mehr Übel erduldet (getragen) als der Mann aus Neritos=Odysseus).
ille (jener) brevi spatio (auf kurzem Raum) multis erravit in annis (irrte in vielen Jahren umher)
inter Dulichias Iliacasque domos (zwischen den "Häusern" von Dulichium (=Insel bei Ithaka) und den troischen (=Troja)):
nos (wir; Ovid meint sich) freta (Meere) sideribus totis distantia (durch ganze Sternbilder entfernt (seiend); die...entfernt sind; zwischen denen...liegen) mensos (durchmessend; bezogen auf "nos"; ich, der ich...durchmesse; von "metiri")
sors tulit (trug das Schicksal) in Geticos Sarmaticosque sinus (an die getischen und sarmatischen Strände (=Schwarzmeerküste); sinus=Meerbusen).
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Ex Latino in linguam Germanicam vertit
praefectus.
meque velim possit dissimulante tegi (und ich möchte, daß es verhüllt werde, dadurch daß ich es verheimliche; ohne darüber zu sprechen; Ovid will ein Teil seiner Leiden mit ins Grab nehmen).
si vox infragilis ((auch) wenn die Stimme unzerbrechlich), pectus mihi firmius aere (die Brust mir fester als Erz (wäre)),
pluraque cum linguis pluribus ora forent (und (mir) mehr Münder mit mehr Zungen wären; sein würden):
non tamen idcirco complecterer (würde (könnte) ich daher dennoch nicht umfassen) omnia verbis (alles durch Worte),
materia vires exsuperante meas (wobei; da doch der Stoff meine (schwachen) Kräfte übersteigt).
pro duce Neritio (anstelle des Anführers von Neritios=Insel bei Ithaka; gemeint ist Odysseus (Ulixes)) docti mala nostra poetae
scribite (schreibt über meine Leiden, ihr gelehrten Dichter): Neritio nam mala plura tuli (denn ich habe mehr Übel erduldet (getragen) als der Mann aus Neritos=Odysseus).
ille (jener) brevi spatio (auf kurzem Raum) multis erravit in annis (irrte in vielen Jahren umher)
inter Dulichias Iliacasque domos (zwischen den "Häusern" von Dulichium (=Insel bei Ithaka) und den troischen (=Troja)):
nos (wir; Ovid meint sich) freta (Meere) sideribus totis distantia (durch ganze Sternbilder entfernt (seiend); die...entfernt sind; zwischen denen...liegen) mensos (durchmessend; bezogen auf "nos"; ich, der ich...durchmesse; von "metiri")
sors tulit (trug das Schicksal) in Geticos Sarmaticosque sinus (an die getischen und sarmatischen Strände (=Schwarzmeerküste); sinus=Meerbusen).
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Ex Latino in linguam Germanicam vertit
praefectus.
Dienstag, 26. August 2014
OVIDIUS: TRISTIA I, 5, 45-50: OVID JAMMERT IMMER WEITER UND DRÜCKT MÄCHTIG AUF DIE TRÄNENDRÜSE
scire meos casus siquis desiderat omnes (wenn irgendwer alle meine Schicksalsschläge zu wissen (erfahren) wünscht),
plus (mehr), quam quod fieri (als was zu geschehen) res sinit (die Sache zuläßt), ille petit (erbittet jener).
tot mala (so viele Übel) sum passus (habe ich erduldet), quot in aethere (wie viele im Aether) sidera lucent (Sterne leuchten)
parvaque quot (und wieviel kleine) siccus corpore pulvis habet ("Körper" der trockene Staub hat; wie viele Körnchen der Staub (das Feld; die Rennbahn; evtl. ein Weg; ein Strand etc. hat; vgl.: wie Sand am Meer):
multaque credibili tulimus maiora (und wir (Ovid meint sich!) haben viele Dinge ertragen, größer als glaubhaft; die größer als glaubhaft sind)) ratamque (und sicheren; gewissen)
quamvis acciderint (obgleich sie geschehen sind), non habitura fidem (Glauben künftig nicht habend; nicht haben werdend; kein festes Vertrauen findend; und die keinen Glauben finden werden, d.h. sie werden kein Vertauen einflößen; man wird Ovid kaum (bzw. kein Wort davon) glauben, was ihm zugestoßen ist).
---
reri, reor, ratus sum=glauben
ratus=(part. pf. zu reor)=berechnet; bestimmt, sicher, gewiß; bestätigt, rechtskräftig, geltend, gültig.
rem ratam habere=bekräftigen
---
tribunus
plus (mehr), quam quod fieri (als was zu geschehen) res sinit (die Sache zuläßt), ille petit (erbittet jener).
tot mala (so viele Übel) sum passus (habe ich erduldet), quot in aethere (wie viele im Aether) sidera lucent (Sterne leuchten)
parvaque quot (und wieviel kleine) siccus corpore pulvis habet ("Körper" der trockene Staub hat; wie viele Körnchen der Staub (das Feld; die Rennbahn; evtl. ein Weg; ein Strand etc. hat; vgl.: wie Sand am Meer):
multaque credibili tulimus maiora (und wir (Ovid meint sich!) haben viele Dinge ertragen, größer als glaubhaft; die größer als glaubhaft sind)) ratamque (und sicheren; gewissen)
quamvis acciderint (obgleich sie geschehen sind), non habitura fidem (Glauben künftig nicht habend; nicht haben werdend; kein festes Vertrauen findend; und die keinen Glauben finden werden, d.h. sie werden kein Vertauen einflößen; man wird Ovid kaum (bzw. kein Wort davon) glauben, was ihm zugestoßen ist).
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reri, reor, ratus sum=glauben
ratus=(part. pf. zu reor)=berechnet; bestimmt, sicher, gewiß; bestätigt, rechtskräftig, geltend, gültig.
rem ratam habere=bekräftigen
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tribunus
OVIDIUS: TRISTIUM LIBER I, 5, 25-34: DER DICHTER IN DER VERBANNUNG-OVID BEJAMMERT SEIN SCHICKSAL-DIE TREULOSIGKEIT DER FREUNDE
scilicet ut (wie nämlich) flavum spectatur in ignibus aurum (das rötlichgelbe Gold in den Flammen (im Feuer) geprüft wird)
tempore sic duro est (so ist in schwerer Zeit) inspicienda fides (die Treue zu erproben; muß erprobt werden).
dum iuvat (solange es hilft) et vultu ridet Fortuna sereno (und mit heiterer Miene das Schicksal lacht; einem zulächelt),
indelibatas cuncta secuntur (?) opes (folgen alle Dinge (alles) dem ungeschmälerten Reichtum nach);
at simul intonuit (doch sobald es gedonnert hat), fugiunt (fliehen sie) nec noscitur ulli (und er wird nicht mehr von irgendeinem gekannt; keiner kennt ihn mehr),
agminibus comitum qui (der mit Scharen der Begleiter) modo cinctus erat (eben noch umgeben war).
atque haec (und diese Dinge (dies), exemplis quondam collecta priorum (einst aus den Beispielen der Früheren geschlossen; derer, die früher gelebt haben),
nunc mihi sunt (sind nun von mir) propriis cognita vera malis (durch eigene Übel als wahr erkannt (worden); aus eigener leidvoller Erfahrung).
vix duo tresve (kaum zwei oder drei) mihi de tot superestis amici (Freunde "seid ihr mir übrig von so vielen"; sind mir noch von so vielen übrig; sind mir noch geblieben);
cetera Fortunae (die übrige war des Glückes), non mea turba fuit (nicht meine Schar; meine Gefolgschaft).-
---
Ja, so kann es gehen. Weg ist die ganze "entourage". Oft kein großer Verlust. Letztendlich kann man sich nur auf sich selbst verlassen. Ein Wikinger verläßt sich nur auf sein Schwert, aber Ovid war kein Wikinger, sondern ein verzärtelter Schreiberling.
---
Centurio
tempore sic duro est (so ist in schwerer Zeit) inspicienda fides (die Treue zu erproben; muß erprobt werden).
dum iuvat (solange es hilft) et vultu ridet Fortuna sereno (und mit heiterer Miene das Schicksal lacht; einem zulächelt),
indelibatas cuncta secuntur (?) opes (folgen alle Dinge (alles) dem ungeschmälerten Reichtum nach);
at simul intonuit (doch sobald es gedonnert hat), fugiunt (fliehen sie) nec noscitur ulli (und er wird nicht mehr von irgendeinem gekannt; keiner kennt ihn mehr),
agminibus comitum qui (der mit Scharen der Begleiter) modo cinctus erat (eben noch umgeben war).
atque haec (und diese Dinge (dies), exemplis quondam collecta priorum (einst aus den Beispielen der Früheren geschlossen; derer, die früher gelebt haben),
nunc mihi sunt (sind nun von mir) propriis cognita vera malis (durch eigene Übel als wahr erkannt (worden); aus eigener leidvoller Erfahrung).
vix duo tresve (kaum zwei oder drei) mihi de tot superestis amici (Freunde "seid ihr mir übrig von so vielen"; sind mir noch von so vielen übrig; sind mir noch geblieben);
cetera Fortunae (die übrige war des Glückes), non mea turba fuit (nicht meine Schar; meine Gefolgschaft).-
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Ja, so kann es gehen. Weg ist die ganze "entourage". Oft kein großer Verlust. Letztendlich kann man sich nur auf sich selbst verlassen. Ein Wikinger verläßt sich nur auf sein Schwert, aber Ovid war kein Wikinger, sondern ein verzärtelter Schreiberling.
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Centurio
Donnerstag, 21. August 2014
Sonntag, 17. August 2014
POSTREMUM SAXA LOQUUNTUR (7)
Die Gesamtaussage, so Kühn, ist etwa diese:
1.) "Da ist der immer wiederkehrende Gedanke, die Fruchtbarkeit zu gestalten, das Leben, das Fortzeugen, das unvergängliche Sein. Es erscheint im Zeichen der Welle..."
(Wasser=Leben)
2.) ewige "Erneuerung des unvergänglichen Lebens" (versinnbildlicht im Baum)
3.) "Das Leben ist stärker als der Tod..."
4.) Die Steine sprechen von "der Kette der Ahnen, die das Leben tragen, von der Reihe derer, die vor uns waren."- Sie sprechen aber auch "von den Lebenden, die das Leben weitergeben."
---
Der Hügel von Saint Michel: 58 m Höhe, auf dem Hügel zunächst ein röm. Tempel, dann fränk. Kapelle zwecks Befreiung von den Dämonen; Totenstadt unter dem Hügel; 39 Steinbeile, Kette aus Callais-Perlen, 10 Anhänger aus Elfenbein, 13 kleinere Steinkisten um die Hauptkammer herum, Rinderknochen; wohl Totenstadt für einen Fürsten (mit Teil seiner Herde begraben):
"Dieser Fund ergibt deutlich, daß die Leute der Megalithkultur Nomaden, Viehzüchter waren, nicht Ackerbauern wie die Bandkeramiker."
weitere Gräber: Manio-Kermario, Mané Kérione, Kercado, Mané Er H'roek, Butten Er Hach, Rocher.
Die Gesamtaussage ist bei allen Gäbern ungefähr diesselbe.
"Die Steine sprechen von einer Welt der Viehzüchter, der Nomaden, es ist die MEGALITHKULTUR." (Zeit: 4000-1500 v. Chr., Verbreitungsgebiet: Küsten des Mittelmeeres und des Atlantiks). Ihre Kunst ist abstrakt und symbolhaft:
"Sie drückt in sichtbaren Gleichnissen aus, was diese Menschen bewegt, was sie zu ihrem Leben brauchen: die Fruchtbarkeit der Tiere, der Menschen, die Ewigkeit des Lebens."
---
Zitate aus: H. Kühn: Wenn Steine reden.
---
Septimum et postremum saxa locuta sunt.
1.) "Da ist der immer wiederkehrende Gedanke, die Fruchtbarkeit zu gestalten, das Leben, das Fortzeugen, das unvergängliche Sein. Es erscheint im Zeichen der Welle..."
(Wasser=Leben)
2.) ewige "Erneuerung des unvergänglichen Lebens" (versinnbildlicht im Baum)
3.) "Das Leben ist stärker als der Tod..."
4.) Die Steine sprechen von "der Kette der Ahnen, die das Leben tragen, von der Reihe derer, die vor uns waren."- Sie sprechen aber auch "von den Lebenden, die das Leben weitergeben."
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Der Hügel von Saint Michel: 58 m Höhe, auf dem Hügel zunächst ein röm. Tempel, dann fränk. Kapelle zwecks Befreiung von den Dämonen; Totenstadt unter dem Hügel; 39 Steinbeile, Kette aus Callais-Perlen, 10 Anhänger aus Elfenbein, 13 kleinere Steinkisten um die Hauptkammer herum, Rinderknochen; wohl Totenstadt für einen Fürsten (mit Teil seiner Herde begraben):
"Dieser Fund ergibt deutlich, daß die Leute der Megalithkultur Nomaden, Viehzüchter waren, nicht Ackerbauern wie die Bandkeramiker."
weitere Gräber: Manio-Kermario, Mané Kérione, Kercado, Mané Er H'roek, Butten Er Hach, Rocher.
Die Gesamtaussage ist bei allen Gäbern ungefähr diesselbe.
"Die Steine sprechen von einer Welt der Viehzüchter, der Nomaden, es ist die MEGALITHKULTUR." (Zeit: 4000-1500 v. Chr., Verbreitungsgebiet: Küsten des Mittelmeeres und des Atlantiks). Ihre Kunst ist abstrakt und symbolhaft:
"Sie drückt in sichtbaren Gleichnissen aus, was diese Menschen bewegt, was sie zu ihrem Leben brauchen: die Fruchtbarkeit der Tiere, der Menschen, die Ewigkeit des Lebens."
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Zitate aus: H. Kühn: Wenn Steine reden.
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Septimum et postremum saxa locuta sunt.
WENN STEINE REDEN (6)
Weitere Fundstellen sind:
1.) Locmariaquer mit Table des Marchands (ein Dolmen bzw. Ganggrab): Gravierungen von gebogenen Linien (nach Le Rouzic Getreide), Kreis mit Strahlen (Sonne), ein Beil (Zeichen für Hackbau); Grabungen: 1811, 1887; Fund von gebogenem Draht aus Gold, Steinbeile und Steinwerkzeuge; 1905: Fund eines Tongefäßes, von Scherben und Steinbeilen; Zeit: späte Neusteinzeit, 2000-1800 v. Chr.
2.) der Dolmen Mané Lud: 80 m langes Grab, Höhe: 5 , ein Seitengang von 50 m, ein Raum mit Knochen angefüllt; weitere Funde: Tongefäße, Steinbeile, Knochen, Holz; Golddrähte (gerollt), Anhänger von Callais (Alaunphophat), aus Ägypten stammend (!), vermutlich auch die Golddrähte; Gravierungen von Schiffen ägyptischer Bauart (!) sowie Zeichen der Wolke, Dreiecke, Symbole der Fruchtbarkeit, Kreuze, Wellenlinien.
3.) Mané Rutual: Scherben, Tongefäße, Silexgeräte, röm. Statuetten, Steinbeile, Krummstabzeichen.
4.) Pierres Plates: 37 Tragsteine, 11 Decksteine, Idole, ähnlich denen in Gräbern Südspaniens (!), Kreise, Halbkreise, acht Punktkreise.
5.) Ile des Chevrès: das Ganggrab Gavr' inis: nach Kühn "eines der bedeutendsten Gräber des NEOLITHIKUMS mit Gravierungen" (!); in einem Hügel (Durchmesser 60 m), Gang: 12 m lang; führt zu einer Kammer; 28 Tragsteine.
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die Kammer mit den Knochen: geeignet als therapeutischer Aufenthaltsraum für böse Schüler.
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Sextum saxa locuta sunt.
1.) Locmariaquer mit Table des Marchands (ein Dolmen bzw. Ganggrab): Gravierungen von gebogenen Linien (nach Le Rouzic Getreide), Kreis mit Strahlen (Sonne), ein Beil (Zeichen für Hackbau); Grabungen: 1811, 1887; Fund von gebogenem Draht aus Gold, Steinbeile und Steinwerkzeuge; 1905: Fund eines Tongefäßes, von Scherben und Steinbeilen; Zeit: späte Neusteinzeit, 2000-1800 v. Chr.
2.) der Dolmen Mané Lud: 80 m langes Grab, Höhe: 5 , ein Seitengang von 50 m, ein Raum mit Knochen angefüllt; weitere Funde: Tongefäße, Steinbeile, Knochen, Holz; Golddrähte (gerollt), Anhänger von Callais (Alaunphophat), aus Ägypten stammend (!), vermutlich auch die Golddrähte; Gravierungen von Schiffen ägyptischer Bauart (!) sowie Zeichen der Wolke, Dreiecke, Symbole der Fruchtbarkeit, Kreuze, Wellenlinien.
3.) Mané Rutual: Scherben, Tongefäße, Silexgeräte, röm. Statuetten, Steinbeile, Krummstabzeichen.
4.) Pierres Plates: 37 Tragsteine, 11 Decksteine, Idole, ähnlich denen in Gräbern Südspaniens (!), Kreise, Halbkreise, acht Punktkreise.
5.) Ile des Chevrès: das Ganggrab Gavr' inis: nach Kühn "eines der bedeutendsten Gräber des NEOLITHIKUMS mit Gravierungen" (!); in einem Hügel (Durchmesser 60 m), Gang: 12 m lang; führt zu einer Kammer; 28 Tragsteine.
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die Kammer mit den Knochen: geeignet als therapeutischer Aufenthaltsraum für böse Schüler.
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Sextum saxa locuta sunt.
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