Murmillo-Archiv

Dienstag, 8. März 2016

MILES CHAMLEY-WATSON

Der clip bei youtube ist köstlich. Der Mann hat Humor und ist ein hervorragender Fechter. Dennoch verstehe ich unter Fechten etwas anderes.
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Chamley-Watson hat durch seine überlängten Glieder einen eindeutigen Vorteil beim Sportfechten. dieser wäre noch größer, wenn er Degen fechten würde.

WAHRES FECHTEN 2

Wie richtiges Fechten geht, sieht man z. B. bei YOUTUBE: Rapier vs. longsword, MIKE & NICK AHF Sparring. Das historische Fechten ist wesentlich langsamer und dadurch nachvollziehbarer. Und es verstößt nicht ständig gegen die Hauptregel des Fechtens: TREFFEN, OHNE GETROFFEN ZU WERDEN (mit der Betonung auf "ohne")!!!
Einen guten Eindruck vom richtigen Fechten vermittelt auch JOHN CLEMENT: thearma. org oder der Film "The Duelists" mit Harvey Keitel (?).
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Fechten ist "thuoghtful" (Nick Evangeista) und kein hirnloses Gerenne und Geprügele!-

WAHRES FECHTEN (TRUE FENCING): 1

...ist m. E. das pure Gegenteil vom sog. Sportfechten. Besonders das sog. Säbelfechten halte ich für eine reine Farce: Zwei Irre stürmen aufeinander los, prügeln aufeinander ein und jeder reklamiert in pubertärer Weise einen Punkt für sich. Daß der ganze Mist für den Zuschauer nicht nachvollziehbar ist, liegt auf der Hand. Nicht viel besser ist Florett. Am ehesten geht noch Degen, ist aber auch irgendwie absurd wegen der angestrebten, in die Rechnung mit einbezogenen, Doppeltreffer nach dem Motto: Ich brauche noch soundsoviele Doppeltreffer, dann habe ich meinen minimalen Vorsprung über die Runden gerettet. D. h. übersetzt: Ich muß noch x Doppeltreffer akzeptieren, dann habe ich gewonnen. Falsch! Dann wäre ich nämlich tot.
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Einer, der 13 Jahre im Verein gefochten hat.

SENECA: EPISTULA 3, 1 (schon geht's weiter)

Die zu mir zu überbringende Briefe hast du, wie du schreibst, einem Freund übergeben (du hast sie einem Freund gegeben, um sie mir auszuhändigen); darauf (sodann) ermahnst du mich, daß ich nicht alles sich auf dich Beziehende mit ihm bespreche, weil du nicht einmal selbst dies zu tun pflegst (gewöhnlich tust): so hast du in demselben Brief jenen sowohl einen Freund genannt als es auch verneint. Wenn du deswegen jenes "eigene" (eigentümliche; charakteristische) Wort gleichsam als "übliches" gebrauchst (d.h. wenn du jenes spezifische Wort in seiner allgemeinen (landläufigen) Bedeutung benutzt) und so jenen Freund genannt hast, wie wir alle Amtsbewerber als "gute Männer" bezeichnen, wie wir alle Entgegenkommenden, wenn der Name nicht in den Sinn kommt (uns einfällt), als Herren grüßen, (dann) mag es so hingehen ("kann man von diesem Weg weggehen"; auf diese Weise "weggehen", von der eigentlichen Bedeutung abweichen; via=Weg, auch: Art und Weise).
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einem decurio ist nichts zu schwer

SENECA: EPISTULA 41, 7-9 (bis zum bitteren Ende)

NIEMAND darf sich rühmen außer durch das Seine (mit dem Seinen). Wir loben den Weinstock, wenn er mit Frucht die Rebzweige beschwert, wenn er durch das Gewicht selbst (sein eigenes Gewicht) die Stützen derer, die er hervorbringt, herabzieht: würde (könnte) etwa irgendwer jene Rebe dieser vorziehen, der goldene Trauben, goldene Blätter herabhängen? Die eigene Vortrefflichkeit bei der Rebe ist die Fruchtbarkeit; bei jedem Menschen ist das zu loben, was "seiner selbst" ist (ihm eigen ist). Er hat eine stattliche Familie und ein schönes Haus, er sät viel, er verleiht viel gegen Zins: nichts dieser (von diesen Dingen) ist in ihm selbst, sondern um ihn selbst. Lobe in jenem, was weder entrissen noch gegeben werden kann, was das Eigene des Menschen ist (dem Menschen eigen ist). Du fragst, was das sei? Vollkommener Geist (Verstand) und Vernunft in der Seele (im Geist). Denn der Mensch ist ein vernünftiges Wesen (ridere licet!); er vollendet daher das Gut dessen(=sein Gut), wenn er das erfüllt, für das (wozu) er geboren wird. Was ist es aber, was jene Vernunft von ihm fordert? Eine sehr einfache Sache,  (nämlich) gemäß der Natur zu leben. Doch dies macht der allgemeine Irrsinn zu einer schwierigen Sache: wir stoßen einer den anderen (einander) zu Laster (Fehlern). Wie aber können diejenigen zur Rettung (zum Heil) zurückgeführt werden (zurückgerufen werden), die niemand zurückhält, die das (blöde) Volk (die Masse; die Herde) anstößt? Tschüßikowski!
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 decurio (Ich bin decurio und schleife Rekruten!)
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(Bringt alles nix, wenn man vor dem Feind steht.- Meine Rekruten, die faulen Säcke, vollenden ihr "eigenes Gut", wenn sie das erfüllen, wozu sie geboren sind. Die sind nämlich dazu geboren, daß ich ihnen in den Hintern trete und daß sie kämpfen. Allerdings bezweifle ich, daß "diese Prinzessinnen" (regiae filiae, virgines, principes feminae; femellae) überhaupt über innere oder äußere Güter (Vorzüge) verfügen. Ist auch egal, die Legion ist schließlich keine Philosophenschule.)

Donnerstag, 3. März 2016

SENECA: EPISTULA 41, 6

Wer ist also dieser Geist (diese Seele)? Der durch kein Gut außer dem seinen glänzt. Was nämlich ist dümmer (törichter) als bei einem Menschen Fremdes zu loben? Was ist unsinniger (törichter) als dieser, der diese dinge bewundert, die sofort zu einem andern übertragen werden können? Nicht machen die goldenen Zügel das Pferd besser. Auf die eine Weise wird ein Löwe mit vergoldeter Mähne in die Arena geschickt, während er gestreichelt wird und zur Geduld "des zu empfangenden Schmuckes" (den Schmuck zu empfangen) emüdet gezwungen wird, auf andere Weise der ungeschmückte, von unversehrter (frischer; unverletzter; ungebrochener; hier: natürlicher) Sinnesart (auch: es ist etwas anderes, ob...oder): dieser natürlich mutige im Angriff, als welchen (wie beschaffenen) ihn die Natur zu sein wollte (wie ihn die Natur wollte, daß er sein soll; wie ihn die Natur haben wollte (relative Satzverschränkung), prächtig aufgrund seines schrecklichen Aussehens, dessen Schmuck dieser ist, nicht ohne Furcht angesehen zu werden, wird vorgezogen jenem schlaffen (trägen) und goldgeschmückten.-
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decurio