Murmillo-Archiv
Donnerstag, 30. Oktober 2014
MELDUNG AN ALLE HISTORISCH INTERESSIERTE: DOKU ÜBER DEN "FALL BARBAROSSA" (22. JUNI 1941: EINMARSCH DER WEHRMACHT IN RUSSLAND)
Am 18. Dezember 1940 gab Hitler die Weisung Nr. 21 heraus ("Fall Barbarossa"), die den Angriff auf die Sowjetunion befahl. Hierzu: Historische Doku-bislang 14 posts (Texte; stichpunktartig wegen der Menge des Stoffs) sowie einige eindrucksvolle Bilder: auf unserer Neuzeitseite "NOVA-AETAS. BLOGSPOT. DE".
BORNEMANN: LATEINISCHES UNTERRICHTSWERK B
Aus dem Vorwort zur 1. Auflage (April 1954): Dort kann man lesen:
"...Andererseits verlangt der ältere Schüler mit zunehmenden sprachlichen Erkenntnissen größere Zusammenhänge, die ihm zeigen, daß das Lateinische auch heute noch eine Sprache ist, in der man sich geistig bewegen kann."
---
Hört, hört!-Was ist denn "der ältere Schüler"?-Ein altes Kind Marke "Wisserle"?-Die meisten Schüler haben überhaupt keine sprachlichen Erkenntnisse-und schon gar nicht zunehmende!-Auch bewegen sie sich geistig so gut wie nicht. Der heutige Schüler will vor allem eines: schmerzfrei konsumieren.
---
Aber es geht noch weiter:
"Denn wer sofort zum Höhenflug ansetzt, wie das in den neueren Sprachen möglich ist, wird infolge der mannigfaltigen Flexion des Lateins und seines vielschichtigen Satzbaus kläglich zu Fall kommen."
---
Was für Höhenflüge? Ich kenne keinen Schüler der dazu ansetzt; höchstens zum Abflug vom Gymnasium mit anschließender Bruchlandung.-Fürchtet also die "mannigfaltige Flexion des Lateins"!
Letztendlich könnt ihr machen, was ihr wollt: Ihr werdet sowieso "kläglich zu Fall kommen". No happy ending, as I always promised. Macht aber nix.
---
"Die lateinische Sprache läßt sich nicht spielend erlernen, sie will in scharfem Nachdenken und mit zähem Fleiß erarbeitet sein..."
---
Guter Witz! Schüler denken überhaupt nicht viel nach, und schon gar nicht "scharf". Auch besitzen sie keinen Fleiß (höchstens im Konsumieren, s.o.). Zäh sind sie schon gar nicht und was Arbeit ist, wissen die auch nicht.
---
Euer Ausbilder
"...Andererseits verlangt der ältere Schüler mit zunehmenden sprachlichen Erkenntnissen größere Zusammenhänge, die ihm zeigen, daß das Lateinische auch heute noch eine Sprache ist, in der man sich geistig bewegen kann."
---
Hört, hört!-Was ist denn "der ältere Schüler"?-Ein altes Kind Marke "Wisserle"?-Die meisten Schüler haben überhaupt keine sprachlichen Erkenntnisse-und schon gar nicht zunehmende!-Auch bewegen sie sich geistig so gut wie nicht. Der heutige Schüler will vor allem eines: schmerzfrei konsumieren.
---
Aber es geht noch weiter:
"Denn wer sofort zum Höhenflug ansetzt, wie das in den neueren Sprachen möglich ist, wird infolge der mannigfaltigen Flexion des Lateins und seines vielschichtigen Satzbaus kläglich zu Fall kommen."
---
Was für Höhenflüge? Ich kenne keinen Schüler der dazu ansetzt; höchstens zum Abflug vom Gymnasium mit anschließender Bruchlandung.-Fürchtet also die "mannigfaltige Flexion des Lateins"!
Letztendlich könnt ihr machen, was ihr wollt: Ihr werdet sowieso "kläglich zu Fall kommen". No happy ending, as I always promised. Macht aber nix.
---
"Die lateinische Sprache läßt sich nicht spielend erlernen, sie will in scharfem Nachdenken und mit zähem Fleiß erarbeitet sein..."
---
Guter Witz! Schüler denken überhaupt nicht viel nach, und schon gar nicht "scharf". Auch besitzen sie keinen Fleiß (höchstens im Konsumieren, s.o.). Zäh sind sie schon gar nicht und was Arbeit ist, wissen die auch nicht.
---
Euer Ausbilder
HINWEIS: RES ROMANAE: NEUE AUSGABE
Darin: ein Kapitel über das römische Germanien von Dr. B. Rudnick (Erweiterung): histor. Überblick-Limes-Belgica, Unter-u. Obergermanien-Verwaltung-Leben in Städten u. Siedlungen-auf dem Lande-Verkehrswege-Bestattungssitten-Ende/ Nachwirken der röm. Kultur.
Die "RES ROMANAE" erschienen zuerst 1960 und sind mehrfach überarbeitet worden. Sie sind ein wichtiges philologisches Hilfsmittel für den Lateinunterricht. Jeder Schüler sollte sie besitzen und vollständig durchlesen.
---
decurio
Dienstag, 28. Oktober 2014
LIBRI OBLATI
Hic liber CERAMII, qui "FAUCES ANGUSTIAE ET MONS NIGER" inscribitur, bonus esse mihi videtur. Quare accipio. Gratias ago.
Decurio
Decurio
Samstag, 25. Oktober 2014
INTERN: AUSZUSONDERNDE BÜCHER
Folgende Bücher müssen ausgesondert werden. Bei Interesse bitte melden (nur für Firmenmitglieder):
Jeanne Bourin Sie folgten dem Banner Gottes
München 1993 (Droemer Knaur)
Al Ramrus Der Schwarze Palast
Historischer Roman vor der exotischen Kulisse Ägyptens
Bergisch Gladbach 1994 (Bastei Lübbe)
Andre Norton Das Mädchen und der Magier
Ein Roman aus der Hexenwelt (Terra Fantasy)
Rastatt 1968 (Erich Pabel Verlag)
Rudolf Harms Marco Polo
Stuttgart (Bertelsmann Reinhard Mohn)
Kai Meyer Die Engelskrieger
München 2000 (Wilhelm Heyne Verlag)
Anton Gill Vermächtnis des Pharao
München 1992 (Droemer Knaur)
C. W. Ceram Enge Schlucht und Schwarzer Berg
Entdeckung des Hethiter-Reiches
Hamburg/New York 1955 (Rowohlt)
Siegfried Obermeier Im Zeichen der Lilie
Hamburg 1996 (Rowohlt)
So sprach der Weise Chinesisches Gedankengut aus drei Jahrtausenden
Berlin 1981 (Rütten & Loening)
C. W. Ceram Der erste Amerikaner
Hamburg 1972 (Rowohlt)
Jeanne Bourin Sie folgten dem Banner Gottes
München 1993 (Droemer Knaur)
Al Ramrus Der Schwarze Palast
Historischer Roman vor der exotischen Kulisse Ägyptens
Bergisch Gladbach 1994 (Bastei Lübbe)
Andre Norton Das Mädchen und der Magier
Ein Roman aus der Hexenwelt (Terra Fantasy)
Rastatt 1968 (Erich Pabel Verlag)
Rudolf Harms Marco Polo
Stuttgart (Bertelsmann Reinhard Mohn)
Kai Meyer Die Engelskrieger
München 2000 (Wilhelm Heyne Verlag)
Anton Gill Vermächtnis des Pharao
München 1992 (Droemer Knaur)
C. W. Ceram Enge Schlucht und Schwarzer Berg
Entdeckung des Hethiter-Reiches
Hamburg/New York 1955 (Rowohlt)
Siegfried Obermeier Im Zeichen der Lilie
Hamburg 1996 (Rowohlt)
So sprach der Weise Chinesisches Gedankengut aus drei Jahrtausenden
Berlin 1981 (Rütten & Loening)
C. W. Ceram Der erste Amerikaner
Hamburg 1972 (Rowohlt)
Freitag, 24. Oktober 2014
RÖMISCHE KAISER
Das hängt damit zusammen, dass Rom für lange Zeit stolz war, eine Republik (Res publica) zu sein und man nicht von einem König (Rex) regiert werden wollte. Die Kaiser führten deshalb mehrere Titel und Beinamen wie Imperatores, Principes und Caesares, die alle einen etwas anderen Bedeutungsgehalt hatten.
Außerdem liebten die Römer Titel an sich.
Den ersten Schritt hin zur neuen Ordnung machte Gaius Iulius Caesar, der auch bei Sueton als erster der "Caesaren" genannt wird. Als erster Kaiser nach gemeiner Ansicht gilt aber sein Großneffe Gaius Octavi(an)us, genannt Augustus.
Caesar hatte für sich bereits den Titel Dictator perpetuus (also auf Lebenszeit) erworben, obwohl das Diktatorenamt nur für Notzeiten und auf kurze Zeit gedacht war. Daneben trug er den Imperator-Titel, was eigentlich Feldherr, aber allgemein auch Befehlshaber bedeutete. Man warf ihm vor, auch nach dem Titel Rex zu streben.
Diese recht offen angestrebte Machtfülle brach Caesar nicht nur symbolisch das Genick: Er wurde an den Iden des März 44 v. Chr. erdolcht.
Sein Nachfolger Augustus ging deshalb geschickter vor und tat so, als ob er die Republik wiederhergestellt hätte, wobei er gleichzeitig Titel wie Imperator, Princeps und Caesar führte bzw. weiterführte. Der Senat wurde zwar nicht abgeschafft, erhielt aber nur die Kontrolle über einige Provinzen, während Augustus die der anderen innehatte. Augustus sorgte natürlich dafür, dass seine Provinzien die mit den stärkeren Militäreinheiten waren.
Mit der Zeit änderte sich die Herrschaftsstruktur des Römischen Reiches (Imperium Romanum) mehrfach. Ein deutlicher Einschnitt war die Neuordnung gegen Ende des 3. Jhd.s durch Diokletian, die angesichts der gestiegenen äußeren Bedrohung - z. B. durch Germanen und Perser - und durch innere Streitigkeiten notwendig erschien. Forscher sprechen auch von einer Reichskrise des 3. Jhd.s. Diokletian wendete äußerste Zwangsmaßnahmen an, die politisch und ökonomisch wenigstens einige der Instabilitäten auf Zeit beheben konnten.
In der Folge wurde die Regierung des Reiches auf 2 bzw. 4 Machtzonen aufgeteilt. Die Forscher nennen dieses System heute Dominat (im Ggs. zum Principat seit Augustus).
AUGUSTUS (Gaius Octavius)
27 v. - 14 n. Chr.
- 63 v. in Rom geboren
- Mutter: Nichte Caesars, Vater: Ritter, Statthalter von Mazedonien
- von Caesar als Haupterbe adoptiert
- verkündet nach langem Bürgerkrieg Frieden im Römischen Reich
- erster Kaiser nach de facto Abschaffung der Republik (Princeps, Imperator);
de iure will er die Republik wiederhergestellt haben
TIBERIUS (Tiberius Claudius Nero)
14-37
- 42 v. in Rom geboren
- Julisch-Claudisches Haus (wie Caligula, Claudius, Nero)
- verheiratet mit Julia, der Tochter des Augustus (erzwungen)
- Verbannung wegen umstrittener Lebensweise und wohl auch wegen Intrigen
- stand unter starkem Einfluss des Prätorianerpräfekten Sejan
- trotzdem ein relativ klarer Blick für das innen- wie aussenpolitisch Erreichbare
- gegen Ende seines Lebens liess Tiberius dissidente römische Aristokraten hinrichten und zog sich aus Rom zurück
- laut Sueton schwere sexuelle Perversionen
CALIGULA (Gaius Iulius Caesar [Germanicus])
37 - 41
- 12 n. Chr. vermutlich in Antium (Anzio) geboren
- als Kind Liebling der Soldaten (Spitzname "Caligula" von caliga, dem Soldatenschuh/-stiefel)
- wurde nach langer Krankheit verrückt und grausam
- 39 kam es zur Niederschlagung einer Militärrevolte am Rhein
- 41 durch den Prätorianertribun Cassius Chaerea ermordet
Dienstag, 21. Oktober 2014
CUM ROMANI IN GERMANIA ERANT (1): ALS DIE RÖMER NOCH IN GERMANY WAREN
LECTIO I
LEGIONARII TITUS VIBUS ET MARCUS AIUS (Die Legionäre Titus Vibus und Marcus Aius) post duo milia annos (nach 2000 Jahren) nos salutant (grüßen uns)
Nomina duorum militum (Die Namen zweier Soldaten) pugnae Varianae (der "Varianischen" Schlacht=Varusschlacht) (anno nono p. Chr. n. (im 9. Jahr nach Christi Geburt)) nobis nota sunt (sind uns bekannt). Nam loco proelii (Denn am Ort des Gefechts; auf dem Schlachtfeld) apud Kalkriese sito (bei Kalkriese gelegen) partes armaturae inventae sunt (sind Teile der Bewaffnung; Bewaffnungsgegenstände gefunden worden). In vagina gladii (Auf der Scheide eines Schwertes; auf einer Schwertscheide) nomen cuiusdam Titi Vibi (der Name eines gewissen Titus Vibus) e centuria Tadii (aus der Zenturie des Tadius) inscriptum est (ist daraufgeschrieben).
Item in hamis (Ebenso auf Haken), quibus (mit denen) loricam harmatam clauditur (der Kettenpanzer verschlossen wird) nomen scriptum est (ist ein Name geschrieben); Marcus Aius e centuria Fabricii (Marcus Aius aus der Zenturie des Fabricius.
Verisimile est (Es ist wahrscheinlich) hos milites (daß diese Soldaten) in bello Variano (im "Varianischen" Krieg) occidisse (umgekommen sind; gestorben sind).
---
Idee
by decurio
Abonnieren
Posts (Atom)


