Diutius te morari nolo (I don't want to detain you any longer); non est tibi exhortatione opus (you don' t need exhortation). Hoc habent (This have got) inter cetera (among other things) boni mores (good manners; a good character): placent sibi (they like themselves; are fond of themselves), permanent (they are permanent; persist). Levis (Inconstant; unstable) est malitia (is malice; infamy), saepe mutatur (it changes often), non in melius (not for the better) sed in aliud (but into s.th. different; into another thing; s. th. else).---
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decurio
Murmillo-Archiv
Freitag, 20. Februar 2015
WHAT WOULD SCUMBAG STEVE SAY ABOUT SENECA
It's hard to tell. Perhaps, he would say: Senegal, isn't that somewhere in Africa?-No, Mr. Scumbag, it's an ancient philosopher!-Philosopher? Someone like...what was the name of this guy, ah, yes, Hannibal? Or wasn't it Beethoven?-No, Mr. Scumbag, a Roman philosopher?-What the hell are those fucking Romans?-Mr. Scumbag, we thank you for this great interview.-Fuck off, man!
Donnerstag, 19. Februar 2015
WAS WÜRDE WOHL SCUMBAG STEVE ZU SENECAS 47. BRIEF SAGEN?
SCUM=a totally worthless and disgusting person; low-life in general (Abschaum); semen, seminal fluid ("God, I don't want your old scum in me, you bastard! Go find a whore! You'd better clean up the scum from the back seat before you take the car home."
SCUMBAG=a (used) condom ("Well, what the hell do you do with a scumbag, after?); totally disgusting person.
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RICHARD A. SPEARS: FORBIDDEN AMERICAN ENGLISH.
SCUMBAG=a (used) condom ("Well, what the hell do you do with a scumbag, after?); totally disgusting person.
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RICHARD A. SPEARS: FORBIDDEN AMERICAN ENGLISH.
ANMERKUNGEN ZU SENECAS 47. BRIEF: 1-3
familiaris=zum Hause gehörig; adv.-iter=vertraut; freundschaftlich; freundlich
immo=nein , im Gegenteil (die übliche Auffassung soll korrigiert werden)
contubernalis=Zeltgenosse (beim Militär; s. contubernium); hier: Hausgenosse
tantundem=ebenso viel
est=edit
distentus=ausgeweitet; gefüllt; von "distendere"=auseinanderspannen
desuetus=entwöhnt; desuetudo=Entwöhnung
labrum=Lippe; vgl. labern; vgl. auch "labia maiora et minora" (für alle Hobbygynäkologen)
virga=Rute (wird vom Oberknecht geschwungen!)
compescere, o, pescui (mit "parcere" verwandt; viell. im Sinne von "unterlassen")=einschränken; unterdrücken (das, was ich mit meinen Schülern mache)
excipere=herausfangen; herausnehmen; hier: ausnehmen; eine Ausnahme machen; vgl. engl. exception
tussis=Husten (vielleicht aus "tud-tis"=Stoßen zu "tundo", tutundi, tu(n)sus=stoßen; vgl. a.ind. tundate, tudati=stößt, sticht; Stowasser)
sternumentum (sternutamentum)=Niesen
singultus=Schlucken; the hick-up (!); Schluchzen, occ. Röcheln
interpellare=unterbrechen
luere=zahlen; büßen
ieiunus=nüchtern (wie schrecklich!)
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Interpretation von Epistula 47: Gymnasium 65, 1958, S, 196 ff.
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Ich bin hier ganz auf der Linie von Platon und Aristoteles und halte die Angelegenheit für äußerst praktisch!
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Quellen: K.-H. ELLER: PHILOSOPHANDUM EST, Diesterweg.
PROF. W. RICHTER (HG.): LUCIUS ANNAEUS SENECA, Hirschgraben 1955, 1968.
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decurio
immo=nein , im Gegenteil (die übliche Auffassung soll korrigiert werden)
contubernalis=Zeltgenosse (beim Militär; s. contubernium); hier: Hausgenosse
tantundem=ebenso viel
est=edit
distentus=ausgeweitet; gefüllt; von "distendere"=auseinanderspannen
desuetus=entwöhnt; desuetudo=Entwöhnung
labrum=Lippe; vgl. labern; vgl. auch "labia maiora et minora" (für alle Hobbygynäkologen)
virga=Rute (wird vom Oberknecht geschwungen!)
compescere, o, pescui (mit "parcere" verwandt; viell. im Sinne von "unterlassen")=einschränken; unterdrücken (das, was ich mit meinen Schülern mache)
excipere=herausfangen; herausnehmen; hier: ausnehmen; eine Ausnahme machen; vgl. engl. exception
tussis=Husten (vielleicht aus "tud-tis"=Stoßen zu "tundo", tutundi, tu(n)sus=stoßen; vgl. a.ind. tundate, tudati=stößt, sticht; Stowasser)
sternumentum (sternutamentum)=Niesen
singultus=Schlucken; the hick-up (!); Schluchzen, occ. Röcheln
interpellare=unterbrechen
luere=zahlen; büßen
ieiunus=nüchtern (wie schrecklich!)
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Interpretation von Epistula 47: Gymnasium 65, 1958, S, 196 ff.
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Ich bin hier ganz auf der Linie von Platon und Aristoteles und halte die Angelegenheit für äußerst praktisch!
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Quellen: K.-H. ELLER: PHILOSOPHANDUM EST, Diesterweg.
PROF. W. RICHTER (HG.): LUCIUS ANNAEUS SENECA, Hirschgraben 1955, 1968.
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Mittwoch, 18. Februar 2015
Dienstag, 17. Februar 2015
FRÜHJAHR 101 N.: TAGEBUCH-DAKERFELDZÜGE (2)
Ausgangspunkt war, wie immer, wenn es losging, VIMINACIUM, Hauptort der Provinz Obermösien. Dort residierte TETTIUS JULIANUS, der Statthalter der Provinz.
Vier Legionen standen bereit: LEGIO I und II ADIUTRIX (letztere kürzlich von Britannien an die schöne Donau verlegt), LEGIO IV FLAVIA und LEGIO VII CLAUDIA.
Frühmorgens war Abmarsch. Die Stimmung war gut, obwohl so mancher noch den Wein von gestern spürte. Zunächst wurden die "Auxilia" (Hilfstruppen) vorausgeschickt. Ihr Job war es zu sichern und das Gelände zu erkunden. Nichts für mich. Ich kämpfe lieber-wie ich schon sagte- mit "gladius" und "pilum, als im Gelände herumzuirren. Also, die "Auxilia" hielten Ausschau nach Hinterhalten (dem Feind war ja nicht zu trauen) und machten, so oft es ging, Meldung.
Wir marschierten ungefähr in dieser Reihenfolge: Auxilia (Bogen, Schleuderer, leichte Infanterie, Reiter)-Vorhut: 1 Legio plus Reiterei-10 Mann/ Zenturie (Transport der Werkzeuge für Lagerbau)-Pioniere-Gepäck des Feldherrn und der Stabsoffiziere plus Eskorte (beritten)-Feldherr plus Leibwache-Legionsreiterei (120/ Legio)-Belagerungswaffen (zerlegt)-Legaten, Tribunen, Praefekten plus Eskorte-Die Legionen: Jeder Legio ging der Adlerträger (aquilifer) voraus, umgeben von Feldzeichenträgern (signiferi) und Trompetern; dann in Sechserreihen die Legionen plus Troß-Nachhut: Leichte und Schwerbewaffnete plus Reiter.
Die Länge des Ganzen: ca. 20 km!
Nachlesen kann man das alles bei FLAVIUS JOSEPHUS, der uns eine Beschreibung der römischen Marschordnung hinterlassen hat.
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Quelle: PETER CONOLLY: TIBERIUS CLAUDIUS MAXIMUS-EIN RÖMISCHER LEGIONÄR.
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by decurio (copyright)
Legio)
Vier Legionen standen bereit: LEGIO I und II ADIUTRIX (letztere kürzlich von Britannien an die schöne Donau verlegt), LEGIO IV FLAVIA und LEGIO VII CLAUDIA.
Frühmorgens war Abmarsch. Die Stimmung war gut, obwohl so mancher noch den Wein von gestern spürte. Zunächst wurden die "Auxilia" (Hilfstruppen) vorausgeschickt. Ihr Job war es zu sichern und das Gelände zu erkunden. Nichts für mich. Ich kämpfe lieber-wie ich schon sagte- mit "gladius" und "pilum, als im Gelände herumzuirren. Also, die "Auxilia" hielten Ausschau nach Hinterhalten (dem Feind war ja nicht zu trauen) und machten, so oft es ging, Meldung.
Wir marschierten ungefähr in dieser Reihenfolge: Auxilia (Bogen, Schleuderer, leichte Infanterie, Reiter)-Vorhut: 1 Legio plus Reiterei-10 Mann/ Zenturie (Transport der Werkzeuge für Lagerbau)-Pioniere-Gepäck des Feldherrn und der Stabsoffiziere plus Eskorte (beritten)-Feldherr plus Leibwache-Legionsreiterei (120/ Legio)-Belagerungswaffen (zerlegt)-Legaten, Tribunen, Praefekten plus Eskorte-Die Legionen: Jeder Legio ging der Adlerträger (aquilifer) voraus, umgeben von Feldzeichenträgern (signiferi) und Trompetern; dann in Sechserreihen die Legionen plus Troß-Nachhut: Leichte und Schwerbewaffnete plus Reiter.
Die Länge des Ganzen: ca. 20 km!
Nachlesen kann man das alles bei FLAVIUS JOSEPHUS, der uns eine Beschreibung der römischen Marschordnung hinterlassen hat.
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Quelle: PETER CONOLLY: TIBERIUS CLAUDIUS MAXIMUS-EIN RÖMISCHER LEGIONÄR.
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Legio)
FRÜHJAHR 101 N. CHR: AUS EINEM VERLORENEN KRIEGSTAGEBUCH DER DAKERKRIEGE
Der Kaiser befahl seinen Legionen, eine Brücke über die Donau zu bauen. Der Kaiser, das war MARCUS ULPIUS TRAIANUS NERVA CAESAR AUGUSTUS, ein überaus befähigter und beliebter Feldherr. Er stammte aus Spanien, genaugenommen aus Italica, einer kleinen Stadt bei Sevilla. Ich glaube , das Kaff kennt niemand. Trajan war von seinem Vorgänger, dem langweiligen NERVA, adoptiert worden (daher der Beiname "Nerva" in seinem langen Namen). Nerva hatte nämlich das Prinzip der Adoption eingeführt.
Die Brücke war eine Art Pontonbrücke. Das Prinzip war einfach, pragmatisch, römisch. Wie das funktionierte-sozusagen die Gebrauchsanweisung-beschreibt freundlicherweise um 150 n. Arrianus. Um es kurz zu machen (ich bin nämlich Legionär und kein Techniker): Man verankerte Boote im Fluß und legte eine Fahrbahn darüber. Auf der Trajanssäule, die in späteren Jahren errichtet wurde, um diese Ereignisse festzuhalten, sehen wir eine solche Szene, in der Legionäre auf zwei Schiffsbrücken die Donau überschreiten.
Es sollte gegen die Daker gehen, allesamt finstere und ungewaschene Barbaren, die irgendwo in den Wäldern der Karpaten hausen, wo eigentlich kein Mensch hin will. Viele von uns übrigens auch nicht, denn bei denen gibt es sicher keine Tavernen mit schönen Frauen und Thermen wie bei uns. Wahrscheinlich auch kein Wein, was das Schlimmste ist. Man erklärte uns, daß es politische Gründe gebe, dort einzumarschieren. Nun, ich bin ein einfacher Legionär und verstehe von Politik nichts. Ich kann besser mit dem "gladius" und dem "pilum" umgehen. Wir alle denken aber, der Kaiser wird seine Gründe haben, und Befehl ist schließlich Befehl. Das ist Ehrensache. Als man uns sagte, daß man Kriegsruhm erwerben könne und es dort viel zu holen gebe, waren wir dann aber doch sofort Feuer und Flamme, vor allem wegen letzterem. Doch zurück zu den Dakern! Ihr "König"-jedenfalls schimpfte er sich so-hatte den unaussprechlichen Namen "Decebalus". Decebalus hatte schon einmal Ärger gemacht, das war vor 16 Jahren. Damals war er über die Donau vorgestoßen. Jetzt sollte es dem Dreckskerl ans Leder gehen.
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by decurio (copyright)
Die Brücke war eine Art Pontonbrücke. Das Prinzip war einfach, pragmatisch, römisch. Wie das funktionierte-sozusagen die Gebrauchsanweisung-beschreibt freundlicherweise um 150 n. Arrianus. Um es kurz zu machen (ich bin nämlich Legionär und kein Techniker): Man verankerte Boote im Fluß und legte eine Fahrbahn darüber. Auf der Trajanssäule, die in späteren Jahren errichtet wurde, um diese Ereignisse festzuhalten, sehen wir eine solche Szene, in der Legionäre auf zwei Schiffsbrücken die Donau überschreiten.
Es sollte gegen die Daker gehen, allesamt finstere und ungewaschene Barbaren, die irgendwo in den Wäldern der Karpaten hausen, wo eigentlich kein Mensch hin will. Viele von uns übrigens auch nicht, denn bei denen gibt es sicher keine Tavernen mit schönen Frauen und Thermen wie bei uns. Wahrscheinlich auch kein Wein, was das Schlimmste ist. Man erklärte uns, daß es politische Gründe gebe, dort einzumarschieren. Nun, ich bin ein einfacher Legionär und verstehe von Politik nichts. Ich kann besser mit dem "gladius" und dem "pilum" umgehen. Wir alle denken aber, der Kaiser wird seine Gründe haben, und Befehl ist schließlich Befehl. Das ist Ehrensache. Als man uns sagte, daß man Kriegsruhm erwerben könne und es dort viel zu holen gebe, waren wir dann aber doch sofort Feuer und Flamme, vor allem wegen letzterem. Doch zurück zu den Dakern! Ihr "König"-jedenfalls schimpfte er sich so-hatte den unaussprechlichen Namen "Decebalus". Decebalus hatte schon einmal Ärger gemacht, das war vor 16 Jahren. Damals war er über die Donau vorgestoßen. Jetzt sollte es dem Dreckskerl ans Leder gehen.
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