Die Murmillo-Show
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Murmillo-Archiv
Donnerstag, 30. Januar 2014
DIE BEWAFFNUNG DER GERMANEN: EIN SCHWERT WAR OFT ZU TEUER!
Gemäß der schriftlichen Quellen waren die Germanen mit Schwert, Schild und Lanze bewaffnet, doch es ist kaum wahrscheinlich, daß sich jeder Krieger ein Schwert leisten konnte. Die meisten waren arm, aber tapfer!---
Aufschluß über die Bewaffnung gibt neben den Schriftquellen die Archäologie. Im Gebiet der unteren Elbe hatten Reiter ein langes zweischneidiges Schwert, Fußkämpfer ein einschneidiges. Doch es ist ungeklärt, ob man diese Verhältnisse auch auf das Rhein-Weser-Gebiet übertragen kann. Dort könnte allerdings die räumliche Nähe zu den Römern einen Einfluß auf die Bewaffnung ausgeübt haben. Wie so oft: Nichts Genaues weiß man nicht!-Sicher waren aber römische "gladii" begehrte Artikel, die dem Träger einen gewissen, wenn nicht sogar hohen Status verliehen.
Auch man kann davon ausgehen, daß die Lanzen als Wurf-und Stoßwaffen eingesetzt wurden. Des weiteren war die germanische Bewaffnung eher für den individuellen Kampf als für den Kampf in der geordneten Formation geeignet. Also alles Indiviualisten!-Das waren noch Zeiten, das waren noch Männer! Da wurde noch gefochten und nicht in Büros gehockt und geschwätzt. Mit Bürohengsten, Schwätzern und sonstigem unheroischen Volk hätte ARMINIUS die Römer (ganz sicher) niemals vertreiben können.
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Quelle: Günther Moosbauer: Die Varusschlacht (C.H. Beck Wissen), München 2009, S. 21:
G. Moosbauer ist ein Spezialist auf dem Gebiet der Varusschlacht. Er lehrt als Priv. Doz. Archäologie der Römischen Provinzen an der Uni Osnabrück. Ich bin ziemlich sicher: Er war damals dabei!
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R
(Germane und Arminius-Fan)
Aufschluß über die Bewaffnung gibt neben den Schriftquellen die Archäologie. Im Gebiet der unteren Elbe hatten Reiter ein langes zweischneidiges Schwert, Fußkämpfer ein einschneidiges. Doch es ist ungeklärt, ob man diese Verhältnisse auch auf das Rhein-Weser-Gebiet übertragen kann. Dort könnte allerdings die räumliche Nähe zu den Römern einen Einfluß auf die Bewaffnung ausgeübt haben. Wie so oft: Nichts Genaues weiß man nicht!-Sicher waren aber römische "gladii" begehrte Artikel, die dem Träger einen gewissen, wenn nicht sogar hohen Status verliehen.
Auch man kann davon ausgehen, daß die Lanzen als Wurf-und Stoßwaffen eingesetzt wurden. Des weiteren war die germanische Bewaffnung eher für den individuellen Kampf als für den Kampf in der geordneten Formation geeignet. Also alles Indiviualisten!-Das waren noch Zeiten, das waren noch Männer! Da wurde noch gefochten und nicht in Büros gehockt und geschwätzt. Mit Bürohengsten, Schwätzern und sonstigem unheroischen Volk hätte ARMINIUS die Römer (ganz sicher) niemals vertreiben können.
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Quelle: Günther Moosbauer: Die Varusschlacht (C.H. Beck Wissen), München 2009, S. 21:
G. Moosbauer ist ein Spezialist auf dem Gebiet der Varusschlacht. Er lehrt als Priv. Doz. Archäologie der Römischen Provinzen an der Uni Osnabrück. Ich bin ziemlich sicher: Er war damals dabei!
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R
(Germane und Arminius-Fan)
Montag, 27. Januar 2014
GAIUS IULIUS RAETICUS, CENTURIO DER VI. LEGION (ODER DAS WUNDERSAME VERSCHWINDEN EINES ALTARS)
GAIUS IULIUS RAETICUS errichtete vor ewigen Zeiten einen schönen Altar, der nach langem Dornröschenschlaf 1716 bei Grabungen am Hadrianswall wieder ans Tageslicht kam. Auch die Person des G. I. RAETICUS tauchte so nach Jahrhunderten wieder aus dem Dunkel der Geschichte auf. Ein lange Zeit Toter meldet sich sozusagen zurück. Der Ausgräber, ein gewisser John Warburton war von dem Fundstück so angetan, daß er ("Sammlerfreund", der er war) den Altar kurzerhand mitgehen ließ, was sicher nicht ganz einfach war.
(J. Warburton: Vallum Romanum, 1753)
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Robin Birley, a. a. O., S. 36.
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Praefectus maximus
(J. Warburton: Vallum Romanum, 1753)
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Robin Birley, a. a. O., S. 36.
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Praefectus maximus
DER "MULIO": DAS ÄRMSTE SCHWEIN DER TRUPPE ODER AUCH DER GEILSTE JOB IM RÖMISCHEN HEER
Jede "centuria" hatte eine Sollstärke von ca. 80 Mann und bestand aus 10 "contubernia" (Zeltgemeinschaften) zu je 8 Mann. Der Chef war der "centurio". Unterchef war ein "optio", der gleichzeitig sein Vertreter war.
Jedes "contubernium" verfügte über ein Lederzelt, 1 Handmühle, 1 Maultier für das Gepäck (und bestimmt auch über einen anständigen Bier-und Weinvorrat).
Zuständig für das Maultier war der MULIO, der nicht zur kämpfenden Truppe gehörte. Das Maultier meines Wissens auch nicht. Er war so etwas wie der A. vom Dienst und wurde gewiß oft diskriminiert. Doch jede Truppe hat ihren Soldat Schwejk und vielleicht war ja auch der MULIO in Wirklichkeit der Klügere, da er sich aus den ewigen Kämpfen heraushielt.
Vielleicht war er ja auch nur von der Menschheit (besonders von seinen Vorgesetzten) enttäuscht und hatte einen besseren Draht zu Tieren.
Optio: Ubi est mulio noster, iste homo?
Legionarius: Cum mulo colloquitur. Credo istum delirare.
Quelle: Günther Moosbauer: Die Varusschlacht.
(Alle Schüler, die nicht reüssieren, haben immer noch die Möglichkeit "muliones" zu werden (geringe geistige Voraussetzungen und Anforderungen). Sie fänden da sicher ein ihnen gemäßes Betätigungsfeld. Außerdem viel frische Luft und Umgang mit netten Maultieren. Denkt darüber nach!)
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Have a nice day!
R.
Samstag, 25. Januar 2014
THE WALL: "80 MEILEN LANG" (DER HADRIANSWALL AN DER WILDEN NORDGRENZE)
43 n. Chr. eroberten die römischen Legionen den Südteil von England, wo sie sich zunächst einmal häuslich einrichteten und ihre Macht ausbauten. Die Grenze verlief zwischen Mersey und Humber und im Westen beim heutigen Wales. Diese wurde durch Straßen und kleine Festungen gesichert. Mit den Stämmen jenseits der Grenzen verständigte man sich auf politischem Wege. Einer dieser Stämme waren die "Brigantes" im Norden, über die Königin CARTIMANDUA herrschte. Als ihre Macht schwand (69 n.), gerieten die Dinge in Bewegung. Die Sicherheit der römischen Provinz war mit einem Schlag bedroht. PETILIUS CERIALIS, der römische Stadthalter, marschierte nach Norden und schlug VENUTIUS, den Gatten der Königin, gleich mehrmals. Die Brigantenfestung Stanwick wurde eingenommen. Außerdem wurde die IX. Legion von Lincoln nach York vorverlegt. Neue Forts wurden gebaut. Ab 70 n. waren die Römer im Norden präsent. 79 n. begann der Statthalter GNAEUS AGRICOLA, ein erfahrener und altgedienter Haudegen, mit der systematischen Eroberung des Nordens. Er leitete ganze sechs Feldzüge und schob so die Grenze bis an den Rand der schottischen Highlands vor! Die Grenze verlief nun zwischen dem FIRTH OF CLYDE und dem FIRTH OF FORTH. Wahrscheinlich entstand damals die Befestigung VINOLANDA sowie die STANEGATE-STRASSE zwischen CARLISLE und CORBRIDGE. In den Jahren zwischen 95. n. und 100 n. wurde NEWSTEAD aufgegeben und die STANEGATE wurde zur Grenze. Weitere Festungen entstanden. Aufgabe von VINDOLANDA war die Sicherung der Straße sowie der Patrouillendienst. Anscheinend gab es damals Ärger mit den Barbaren. In der HADRIANSVITA lesen wir, HADRIAN sei nach Britannien gereist und habe angeordnet, daß ein Wall gebaut werde "80 Meilen lang, um die Römer von den Barbaren zu trennen" (anno 122. n.). HADRIAN war 117 n. TRAJAN nachgefolgt. War TRAJAN mehr Soldat und auf Expansion bedacht, so war HADRIAN mehr Organisator und Staatsmann, der auf Sicherung und Bewahrung der eroberten Gebiete setzte, was ihn bei der Truppe nicht gerade populär machte. Denn: Kein Krieg, kein Ruhm und keine Beute!
Also ließ der Kaiser einen großen Wall zwischen TYNE und SILWAY FIRTH bauen. Dies geschah in den Jahren zwischen 120 und 130 n. Und so griffen die "legionarii" und "auxilia" zum Spaten (anstatt zum Pilum) und schaufelten "munter" für das Wohl des Reichs.
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QUELLE: ROBIN BIRLEY: VINDOLANDA. Eine römische Grenzfestung am Hadrianswall; hrsg. von SIR MORTIMER WHEELER+; Gustav Lübbe Verlag, 1978 Bergisch Gladbach, S. 14-19.
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Euer praefectus castrorum
R.
Also ließ der Kaiser einen großen Wall zwischen TYNE und SILWAY FIRTH bauen. Dies geschah in den Jahren zwischen 120 und 130 n. Und so griffen die "legionarii" und "auxilia" zum Spaten (anstatt zum Pilum) und schaufelten "munter" für das Wohl des Reichs.
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QUELLE: ROBIN BIRLEY: VINDOLANDA. Eine römische Grenzfestung am Hadrianswall; hrsg. von SIR MORTIMER WHEELER+; Gustav Lübbe Verlag, 1978 Bergisch Gladbach, S. 14-19.
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Euer praefectus castrorum
R.
DARSTELLERINNEN IN ANTIKENFILMEN
2003
1984
1981
1963
1959
![]() |
| Held der Gladiatoren (RTL/ORF/Grundy UFA TV Prod.) |
1984
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| Die letzten Tage von Pompeji (Columbia Pictures Television) |
![]() |
| Masada mit Barbara Carrera (Arnon Milchan Productions) |
1963
![]() |
| Cleopatra (Twentieth Century Fox Film Corporation) |
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| Jason und die Argonauten (Columbia Pictures Corporation/Morningside Productions) |
1959
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| Die letzten Tage von Pompeji (Cinematografica Associati//ABC-Filmverleih) |
![]() |
| Ben Hur (Metro Goldyn Meyer) |
Mittwoch, 22. Januar 2014
FRIEDBERT MÜNDÖRFER: R.I.P.
In der Nacht zum Sonntag ging ein großer Fechter von uns. Friedbert Mündörfer war einer meiner Fechtlehrer, der mir zahllose Fechtlektionen gegeben hat. Ich erinnere mich gern an viele heiße Gefechte, aber auch an die geistreichen Gespräche über Geschichte.
Nun hat er für alle Zeit den Säbel aus der Hand gelegt. Herr Mündörfer hat 63 Jahre gefochten!
Immer wenn ich während der letzten 13 Jahre ins Fechten kam, stand sein Auto schon im Innenhof und er saß meist drinnen auf der Holzbank oder gab Lektionen. Jetzt ist da nichts mehr außer die Erinnerung.
Ich sehe ihn noch vor mir, wie er die Reihe der Studenten abschreitet, und jeden einzelnen in seiner charakteristischen Art lektionierte. Friedbert Mündörfer hatte eine ganz eigene, unnachahmliche Art zu fechten. Sein Fechtstil war wie sein Charakter: direkt, gerade, ohne Umschweife, unaffektiert , ohne Schnörkel-aber effizient, was ich einige Male zu spüren bekam.
Ich hoffe, daß alle seine Schüler dem Fechten treu bleiben. Friedbert würde es sicher nicht wollen, daß einer aus irgendwelchen Gründen aufhört. Ich werde also immer eine Runde für ihn mitfechten. Vielleicht schaut er ja (aus Walhall) zu und lächelt.
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DR. R. F. (Einer für alle, alle für einen.)
Nun hat er für alle Zeit den Säbel aus der Hand gelegt. Herr Mündörfer hat 63 Jahre gefochten!
Immer wenn ich während der letzten 13 Jahre ins Fechten kam, stand sein Auto schon im Innenhof und er saß meist drinnen auf der Holzbank oder gab Lektionen. Jetzt ist da nichts mehr außer die Erinnerung.
Ich sehe ihn noch vor mir, wie er die Reihe der Studenten abschreitet, und jeden einzelnen in seiner charakteristischen Art lektionierte. Friedbert Mündörfer hatte eine ganz eigene, unnachahmliche Art zu fechten. Sein Fechtstil war wie sein Charakter: direkt, gerade, ohne Umschweife, unaffektiert , ohne Schnörkel-aber effizient, was ich einige Male zu spüren bekam.
Ich hoffe, daß alle seine Schüler dem Fechten treu bleiben. Friedbert würde es sicher nicht wollen, daß einer aus irgendwelchen Gründen aufhört. Ich werde also immer eine Runde für ihn mitfechten. Vielleicht schaut er ja (aus Walhall) zu und lächelt.
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DR. R. F. (Einer für alle, alle für einen.)
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