2b) "Schon geht's weiter!"
Domina gallinas numerat=die Herrin zählt die Hühner (ich ahne Schreckliches!).-Ancilla gallinam captat=die Magd fängt eine Henne.- Ancilla aquam apportat=die Magd bringt Wasser.-Agricola gallinam necat=der Bauer tötet das Huhn (armes Tier!).-Domina cenam parat=die Herrin bereitet das Essen. -Puellae mensam purgant=die Mägde säubern den Tisch.- Cena agricolam delectat=das Essen erfreut den Bauern (dem Hun hat's weniger Spaß gemacht). -Agricola dominam et ancillam laudat=der Bauer lobt die Herrin und die Magd.-(Agricola feminas laudat=der Bauer lobt die Frauen).-
Quis captat gallinam?=wer fängt das Huhn?-Quid parat domina?=was bereitet die Herrin vor?-Quid delectat agricolam?=was erfreut den Bauer?-Quem laudat agricola?=wen lobt der Bauer?.
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Merke wohl: "Die Wörter der a-Dekl. sind Feminina. Natürliches Geschlecht haben Wörter, die männliche Personen bezeichnen: nauta, ae m (!)=der Seemann; Persa, ae m=der Perser." Unterscheide: natürliches und grammatisches Geschlecht!
(STEHLE, LAT. GRAMMATIK)
Dazu gehört auch "agricola, ae m"=der Landmann, der Bauer.
Ein dummer Bauer ist also nicht etwa "agricola stupida", das wäre die dumme Bäurin, sondern "agricola stupidus" oder "agricola stultus". Entsprechen der fleißige Bauer: agricola strenuus bzw. rusticus strenuus. Für "strenuus" kann man auch "industrius" (betriebsam) nehmen.
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decurio
Murmillo-Archiv
Freitag, 9. Dezember 2016
LATIN FOR BEGINNERS (3): LUDUS LATINUS: LECTIO 2
"Schon geht's weiter", pflegte mein alter Prof. immer zu sagen.
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2a) Akkusativ-Objekt: Domina vocat=die Herrin ruft. Quem vocat domina?=Wen ruft die Herrin?- Domina ancillam vocat=die Herrin ruft die Magd.- Puella laudat=das Mädchen lobt. Quid laudat puella?=was lobt das Mädchen?- Puella fabulam laudat=das Mädchen lobt eine/ die Geschichte.
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quem: Akkusativ des Interrogativpronomens
ancillam: Akkusativ Singular weiblich (-m)
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Domina ancillas vocat=die Herrin ruft die/ ihre Mägde.
Puella fabulas laudat=das Mädchen lobt die Geschichten.
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Man sieht: "-as" ist die Endung des Akkusativ Plural Feminium der A-Dekl.
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Puellae poetam salutant=die Mädchen grüßen den Dichter.
(Das wird ihn freuen! Ob die wohl Autogramme wollen? Oder ein Interview? Oder seine E-mail? Oder ein Trinkgeld?)
Poeta fabulas narrat=der Dichter erzählt Geschichten.
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narrat: "-t"=Endung 3. Person Singular Präsens Indikativ Aktiv (es sind immer 5 Bestimmungen, durch die eine Verbform exakt bestimmt wird: Person, Numerus, Tempus (Zeit), Modus, Genus)
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Fabulae puellas delectant=die Geschichten erfreuen die Mädchen (wen?).
Puella rosas apportat=das Mädchen bring Rosen herbei.
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decurio
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2a) Akkusativ-Objekt: Domina vocat=die Herrin ruft. Quem vocat domina?=Wen ruft die Herrin?- Domina ancillam vocat=die Herrin ruft die Magd.- Puella laudat=das Mädchen lobt. Quid laudat puella?=was lobt das Mädchen?- Puella fabulam laudat=das Mädchen lobt eine/ die Geschichte.
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quem: Akkusativ des Interrogativpronomens
ancillam: Akkusativ Singular weiblich (-m)
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Domina ancillas vocat=die Herrin ruft die/ ihre Mägde.
Puella fabulas laudat=das Mädchen lobt die Geschichten.
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Man sieht: "-as" ist die Endung des Akkusativ Plural Feminium der A-Dekl.
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Puellae poetam salutant=die Mädchen grüßen den Dichter.
(Das wird ihn freuen! Ob die wohl Autogramme wollen? Oder ein Interview? Oder seine E-mail? Oder ein Trinkgeld?)
Poeta fabulas narrat=der Dichter erzählt Geschichten.
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narrat: "-t"=Endung 3. Person Singular Präsens Indikativ Aktiv (es sind immer 5 Bestimmungen, durch die eine Verbform exakt bestimmt wird: Person, Numerus, Tempus (Zeit), Modus, Genus)
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Fabulae puellas delectant=die Geschichten erfreuen die Mädchen (wen?).
Puella rosas apportat=das Mädchen bring Rosen herbei.
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decurio
LATIN FOR BEGINNERS (2): LUDUS LATINUS 1
Meine Ausgabe stammt von 1976 (Ernst Klett Verlag, Stuttgart). Mitarbeiter waren: Jäkel, Jöhrens, Klenk, Schönfeld, Habenstein, Sontheimer; davon damals schon tot: 2.
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Das erste Übungsstück (links ein rührendes Bildchen einer Henne, rechts ein Hahn); es geht um die A-Dekl., Subjekt und Prädikat.
Flamma flagrat=die Flamme brennt; vgl. auch: flackern
Flammae flagrant=die Flammen brennen.
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Endung, Nominativ Plural Femininum:-ae
Endung 3. Person Plural, A-Konjugation:-nt
(man streiche die Infinitivendung "-re" von "flagrare" und hänge "-nt" dran;
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Porta tonat=die Tür "donnert"; hier: dröhnt
Plural: Portae tonant=also etwa: die Türen fallen scheppernd zu
Lucia cantat=Luzia singt (hoffentlich nicht falsch=lat. false)
Puellae cantant=die Mädchen singen
Antonia cantat et saltat=Antonia singt und tanzt.
Puella et ancilla cantant=das Mädchen und die (ihre) Magd singen.
Domina vocat=die (Haus-)Herrin ruft.
Gallinae clamant=die Hühner "schreien", also im Falle von Hühnern "gackern"; vgl. ital. stupide galline!
Quis vocat?=wer ruft?
Quid tonat?=was dröhnt?
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quis, quid: Interrogativpronomina (Fragewörter)
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decurio
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Das erste Übungsstück (links ein rührendes Bildchen einer Henne, rechts ein Hahn); es geht um die A-Dekl., Subjekt und Prädikat.
Flamma flagrat=die Flamme brennt; vgl. auch: flackern
Flammae flagrant=die Flammen brennen.
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Endung, Nominativ Plural Femininum:-ae
Endung 3. Person Plural, A-Konjugation:-nt
(man streiche die Infinitivendung "-re" von "flagrare" und hänge "-nt" dran;
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Porta tonat=die Tür "donnert"; hier: dröhnt
Plural: Portae tonant=also etwa: die Türen fallen scheppernd zu
Lucia cantat=Luzia singt (hoffentlich nicht falsch=lat. false)
Puellae cantant=die Mädchen singen
Antonia cantat et saltat=Antonia singt und tanzt.
Puella et ancilla cantant=das Mädchen und die (ihre) Magd singen.
Domina vocat=die (Haus-)Herrin ruft.
Gallinae clamant=die Hühner "schreien", also im Falle von Hühnern "gackern"; vgl. ital. stupide galline!
Quis vocat?=wer ruft?
Quid tonat?=was dröhnt?
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quis, quid: Interrogativpronomina (Fragewörter)
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decurio
LATIN FOR BEGINNERS (1): LUDUS LATINUS I: LESE-UND ÜBUNGSBUCH
Das Buch beginnt so:"'Paul studiert an der Universität Köln Medizin.' Dieser Satz enthält fünf Wörter, die wir aus dem Lateinischen haben. Danach läßt sich vermuten, daß es im Deutschen viele Wörter lateinischer Herkunft gibt."
Das stimmt: Genaugenommen macht der lateinische Anteil ca. ein Drittel aus, man denke nur an Wörter wie Arena (arena), Prämie (praemium), Insel (insula), Villa (villa), Bestie (bestia), Form (forma), Tafel (tabula), Schule (schola), Statue (statua), Studium (studium), Pforte (porta), Palme (palma), Rose (rosa), Wall (vallum), Wein (vinum), Provinz (provincia), Fabel (fabula), Theater (theatrum), Natur (natura), Ruine (ruina), Figur (figura), Medizin (medicina), Instrument (instrumentum), Exempel (exemplum), Metall (metallum), Kolonie (colonia), Fabrik (fabrica), Maschine (machina), Fenster (fenestra) -to name but a few-, aber auch an solche Wörter wie Erektion (von "erigere"=aufrichten, Koitus (von "coire"=zusammenkommen)...den Rest möchte ich hier lieber verschweigen.
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Anmerkungen: arena=Sand; praemium=Belohnung; insula: auch: Hochhaus! statua: von "stare"=stehen; studium: von "studere"=sich bemühen; davon: studiosus; studiosa; studiosissimus=Streber; porta=Pforte (im Dt. mit Lautverschiebung "p zu pf"); palma=Palmzweig, Siegespreis; rosa=Rose; vallum: davon "validus"=fest (engl. valid=gültig); gleiche Wurzel wie "valere"=stark sein, gesund sein; können; vinum=Wein (vgl. Winzer von "vinarius"); provincia=Provinz (vgl. frz. province=alles außer Paris; oder ital. provincia di Agrigento); fabula: darin steckt "fari"=sprechen; theatrum: kommt urspr. aus dem Griech.; darin steckt "theaomai=ich betrachte; schaue); natura=Natur; darin steckt "nasci"=hervorbringen; geboren werden; ruina=Ruine (z.B. meine Wohnung; 1. Preis für "schöner Wohnen"); zugrunde liegt "ruere"=stürzen; vgl. auch "corruere=zusammenstürzen; figura=Figur, metallum=Metall (beide mit zwei "l"), colonia=Kolonie; von "colere"=bauen ; pflegen; verehren); fabrica=Fabrik (vgl. faber=Schmied; facere=machen, tun); machina=Maschine (vgl. deus ex machina); fenestra=Fenster...es gibt noch viele Beispiele mehr.
Deswegen sagte der Sprachforscher Bäsecke sinngemäß einmal, daß Latein an der Wiege des Deutschen gestanden hätte bzw. daß Deutsch an den Krücken des Lateinischen gelernt habe, laufen zu lernen (zitiert nach meiner schwachen Erinnerung).
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Eine Vokabel wie "porta" lernt man wie folgt: porta, ae, f.=die Tür ("a" ist die Nominativendung Singular (numerus); "ae" ist die Genetivendung; f.=Femininum (weiblich): das Geschlecht (genus) (wie im Deutschen).
Damit weiß man (meine Schüler wissen das natürlich nicht), daß "porta" in die A-Deklination gehört.
Neben der A-Deklination gibt es noch die O-Deklination: nach dieser geht "rusticus, i, m. (=Maskulinum)"=der Bauer. Damit ihr keine "rustici" bleibt, liebe Scheingymnasiasten, lernt ihr Latein. Ihr seid schließlich auf einer höheren Lehranstalt und nicht auf der Baumschule, wo ihr eigentlich hingehört.
Und damit es nicht zu leicht für euch wird, gibt es noch die E-Deklination", danach geht "res, ei, f.=die Sache, Gegenstand, Angelegenheit u. dergl. ("res" ist alles außer "personae", also auch eine Platikflasche ist "res"; res plastica oder so). Sodann gibt es noch die U-Deklination, die nicht so viele Substantive enthält (Bsp. sei hier "magistratus, us, m. (Gen. mit langem "u")=der Beamte; das Amt). Diese wurde zum Italienischen hin einfach gestrichen ("isse ge-streike worde"), weil anscheinend dem Vulgärlatein Sprechenden zu kompliziert. Die U-Dekl. wanderte dann zur O-Dekl. hinüber. Des weiteren: Konsonantische Dekl.: Paradigma: senator, oris, m=der Senator; konsonantisch deshalb, weil der Stamm (zu unterscheiden vom Wortstock) auf Konsonant endet; diesen erhält man, wenn man die Genetivendung (-is) streicht. Wenn man diese nicht kennt, wie meine Schüler, hat man Pech. Finalmente: Die I-Deklination: die reine I-Dekl. ist selten, dafür gibt es aber jede Menge Wörter (nicht Worte, liebe Schüler) der gemischten-Deklination; gemischt deshalb, weil sie ein wenig von der I-und ein wenig von der konsonantischen Dekl. hat: Bsp. sei "classis, is f.=Klasse, Abteilung, Flotte.
"Classis Romana" ist also nicht ein flotte Römerin (verstaubter, alter Philologenwitz), sondern die römische Flotte. Wie man sieht, stimmen Adjektiv und sein Bezugswort überein; und zwar in Kasus,Numerus, Genus=KNG-KONGRUENZ!
Mein "alter" Prof. H. Walter pflegte zu sagen: Kongruenz, Kongruenz, leuchtest mir zum frühen Tod. Frei nach: Morgenrot, Morgenrot...
Ich gehe noch einen Schritt weiter und behaupte: Die Kongruenz ist des Gymnasiasten Tod. Und: Wer die Regeln der Kongruenz verletzt, ist moralisch verwerflich! Das war nicht ganz ernst gemeint.
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murmillo-team; Abteilung für "unverständliche Wissenschaft"
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Salutem plurimam="viel groß Gruß"
decurio (euer Ausbilder)
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Das stimmt: Genaugenommen macht der lateinische Anteil ca. ein Drittel aus, man denke nur an Wörter wie Arena (arena), Prämie (praemium), Insel (insula), Villa (villa), Bestie (bestia), Form (forma), Tafel (tabula), Schule (schola), Statue (statua), Studium (studium), Pforte (porta), Palme (palma), Rose (rosa), Wall (vallum), Wein (vinum), Provinz (provincia), Fabel (fabula), Theater (theatrum), Natur (natura), Ruine (ruina), Figur (figura), Medizin (medicina), Instrument (instrumentum), Exempel (exemplum), Metall (metallum), Kolonie (colonia), Fabrik (fabrica), Maschine (machina), Fenster (fenestra) -to name but a few-, aber auch an solche Wörter wie Erektion (von "erigere"=aufrichten, Koitus (von "coire"=zusammenkommen)...den Rest möchte ich hier lieber verschweigen.
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Anmerkungen: arena=Sand; praemium=Belohnung; insula: auch: Hochhaus! statua: von "stare"=stehen; studium: von "studere"=sich bemühen; davon: studiosus; studiosa; studiosissimus=Streber; porta=Pforte (im Dt. mit Lautverschiebung "p zu pf"); palma=Palmzweig, Siegespreis; rosa=Rose; vallum: davon "validus"=fest (engl. valid=gültig); gleiche Wurzel wie "valere"=stark sein, gesund sein; können; vinum=Wein (vgl. Winzer von "vinarius"); provincia=Provinz (vgl. frz. province=alles außer Paris; oder ital. provincia di Agrigento); fabula: darin steckt "fari"=sprechen; theatrum: kommt urspr. aus dem Griech.; darin steckt "theaomai=ich betrachte; schaue); natura=Natur; darin steckt "nasci"=hervorbringen; geboren werden; ruina=Ruine (z.B. meine Wohnung; 1. Preis für "schöner Wohnen"); zugrunde liegt "ruere"=stürzen; vgl. auch "corruere=zusammenstürzen; figura=Figur, metallum=Metall (beide mit zwei "l"), colonia=Kolonie; von "colere"=bauen ; pflegen; verehren); fabrica=Fabrik (vgl. faber=Schmied; facere=machen, tun); machina=Maschine (vgl. deus ex machina); fenestra=Fenster...es gibt noch viele Beispiele mehr.
Deswegen sagte der Sprachforscher Bäsecke sinngemäß einmal, daß Latein an der Wiege des Deutschen gestanden hätte bzw. daß Deutsch an den Krücken des Lateinischen gelernt habe, laufen zu lernen (zitiert nach meiner schwachen Erinnerung).
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Eine Vokabel wie "porta" lernt man wie folgt: porta, ae, f.=die Tür ("a" ist die Nominativendung Singular (numerus); "ae" ist die Genetivendung; f.=Femininum (weiblich): das Geschlecht (genus) (wie im Deutschen).
Damit weiß man (meine Schüler wissen das natürlich nicht), daß "porta" in die A-Deklination gehört.
Neben der A-Deklination gibt es noch die O-Deklination: nach dieser geht "rusticus, i, m. (=Maskulinum)"=der Bauer. Damit ihr keine "rustici" bleibt, liebe Scheingymnasiasten, lernt ihr Latein. Ihr seid schließlich auf einer höheren Lehranstalt und nicht auf der Baumschule, wo ihr eigentlich hingehört.
Und damit es nicht zu leicht für euch wird, gibt es noch die E-Deklination", danach geht "res, ei, f.=die Sache, Gegenstand, Angelegenheit u. dergl. ("res" ist alles außer "personae", also auch eine Platikflasche ist "res"; res plastica oder so). Sodann gibt es noch die U-Deklination, die nicht so viele Substantive enthält (Bsp. sei hier "magistratus, us, m. (Gen. mit langem "u")=der Beamte; das Amt). Diese wurde zum Italienischen hin einfach gestrichen ("isse ge-streike worde"), weil anscheinend dem Vulgärlatein Sprechenden zu kompliziert. Die U-Dekl. wanderte dann zur O-Dekl. hinüber. Des weiteren: Konsonantische Dekl.: Paradigma: senator, oris, m=der Senator; konsonantisch deshalb, weil der Stamm (zu unterscheiden vom Wortstock) auf Konsonant endet; diesen erhält man, wenn man die Genetivendung (-is) streicht. Wenn man diese nicht kennt, wie meine Schüler, hat man Pech. Finalmente: Die I-Deklination: die reine I-Dekl. ist selten, dafür gibt es aber jede Menge Wörter (nicht Worte, liebe Schüler) der gemischten-Deklination; gemischt deshalb, weil sie ein wenig von der I-und ein wenig von der konsonantischen Dekl. hat: Bsp. sei "classis, is f.=Klasse, Abteilung, Flotte.
"Classis Romana" ist also nicht ein flotte Römerin (verstaubter, alter Philologenwitz), sondern die römische Flotte. Wie man sieht, stimmen Adjektiv und sein Bezugswort überein; und zwar in Kasus,Numerus, Genus=KNG-KONGRUENZ!
Mein "alter" Prof. H. Walter pflegte zu sagen: Kongruenz, Kongruenz, leuchtest mir zum frühen Tod. Frei nach: Morgenrot, Morgenrot...
Ich gehe noch einen Schritt weiter und behaupte: Die Kongruenz ist des Gymnasiasten Tod. Und: Wer die Regeln der Kongruenz verletzt, ist moralisch verwerflich! Das war nicht ganz ernst gemeint.
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murmillo-team; Abteilung für "unverständliche Wissenschaft"
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Salutem plurimam="viel groß Gruß"
decurio (euer Ausbilder)
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Dienstag, 6. Dezember 2016
PROKOPIOS
VON CAESAREA, Ratgeber des oströmischen Feldherren BELISAR und Geschichtsschreiber. PROKOP lebte von ca. 500-nach 562.
Nach HERMANN SCHREIBER: AUF DEN SPUREN DER GOTEN, List Verlag, München 1977:
Friedensangebot des THEODERICH an ODOAKER: S. 221, 223.
Herrschaft THEODERICHS in Italien: S. 224-228.
Eroberung und Plünderung Roms (410): S. 182 f.
Letzte Schlacht der GOTEN unter TEJA: S. 256-259.
Großmut/ Menschlichkeit TOTILAS; BELISAR: S. 249-252.
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Das Buch von H. SCHREIBER kann vorbehaltlos empfohlen werden.
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Nach HERMANN SCHREIBER: AUF DEN SPUREN DER GOTEN, List Verlag, München 1977:
Friedensangebot des THEODERICH an ODOAKER: S. 221, 223.
Herrschaft THEODERICHS in Italien: S. 224-228.
Eroberung und Plünderung Roms (410): S. 182 f.
Letzte Schlacht der GOTEN unter TEJA: S. 256-259.
Großmut/ Menschlichkeit TOTILAS; BELISAR: S. 249-252.
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Das Buch von H. SCHREIBER kann vorbehaltlos empfohlen werden.
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GOTENGESCHICHTE: TOTILA-"DER LETZTE KAMPF": TEJA, THE BRAVE
Vorgeschichte:Nachdem TOTILA Rom ein zweites Mal eingenommen hatte, wurde BELISAR, der Feldherr der Byzantiner, zurückbeordert. Das war im Jahr 549. Sein Nachfolger wurde der 72jährige Eunuch NARSES (ein bißchen zu alt für den stressigen Job, wird aber gut bezahlt gewesen sein), der "das größte, prächtigste und am besten ausgerüstete Heer" anführte, "das Ostrom jemals zusammengebracht hatte." Dieses "prächtigste" Heer sah, wie folgt aus: NARSES sammelte unterwegs allerlei "Gelichter" ein: Hunnen, Langobarden, Heruler, Gepiden, Perser, Griechen, eben alles, was er kriegen konnte. Bei Gualdo Tadino in Umbrien kam es dann zum "clash". Während TOTILA vor seinem Heer Kunststückchen zeigte, hatte NARSES umgestellt und Bogenschützen an die Flanken geschickt: insgesamt 8000! Resultat: 6000 tote Goten! TOTILA machte sich verwundet aus dem Staub und wurde auch noch von einem Gepidenspeer getroffen. Er wurde unterwegs eiligt verscharrt (für ein Staatsbegräbnis war keine Zeit).
Die Goten flohen nun Richtung Norden, in die Gegend von Pavia und Verona (wo es auch schön ist). Dort wählten sie einen neuen König: TEJA. Der ließ zunächst einmal alle Geiseln über die Klinge springen: ca. 300-350 Männer und Jünglinge aus Senatorenfamilien. Ihre Schätze versteckten die GOTEN unterdessen in den Höhlen von CUMAE. Die Truppen der GOTEN, die inzwischen auf der misenischen wie sorrentinischen Halbinsel lagen, waren von Land her abgeschnitten und wurden deshalb von der gotischen Flotte versorgt. Zwei Monate lagen sie so den Byzantinern gegenüber, getrennt durch den tiefen Fluß Sarnus (Drakon). Ganz byzantinisch, bestach nun der Kastrat NARSES den gotischen Flottenchef, der dafür-die Welt war schon immer voller Dreckskerle- fast die ganze Flotte auslieferte! Ungefähr zugleich drängte NARSES die GOTEN auf einen Hügel bei STABIAE zurück, den sog. MONS LACTARIUS. Der Historiker PROKOPIOS schreibt:
"Als sich die Goten, die bereits Mangel an Nahrung litten, auf dem Lactarischen Berge niedergelassen hatten, bereuten sie alsbald ihren Entschluß; denn noch mehr gebrach es ihnen hier an Lebensmitteln, so daß sie bald nichts mehr besaßen, wovon sie sich und ihre Rosse ernähren konnten.
In dieser Not faßten sie einen heldenmütigen Gedanken. Besser, meinten sie, sei es in der Schlacht den Tod zu erleiden, als dem Hunger zu erliegen. Darum warfen sie sich unvermutet in plötzlichem Angriffe auf den Feind."-SIC!
Die Römer hielten zwar stand, doch sie kämpften ziemlich chaotisch. PROKOP bemerkt: "Keiner gehorchte den Befehlen..." Dann stiegen die GOTEN von ihren Pferden und bildeten eine tiefgestaffelte Phalanx. Hören wir PROKOP:
"Meine Erzählung wendet sich nun einer Schlacht zu, die würdig ist, unvergessen zu bleiben, schon wegen der Tapferkeit eines Mannes, der die Taten der gefeiertsten Helden des Altertums übertroffen hat: des TEJA."
Dieser kämpfte fast alleine in vorderster Front. Die Römer drangen in großer Zahl auf den Recken ein, in dessen Schild viele Speere steckten. War der Schild zu schwer davon, ergriff er einen neuen. So kämpfte er ununterbrochen. Einen kurzen Moment paßte er beim Schildwechseln nicht auf, da traf ihn ein Speer. Er war sofort tot. Die Römer steckten seinen Kopf auf eine Lanze. Doch die GOTEN kämpften mit Ingrimm weiter, "denn den Goten war es klar, daß sie ihren letzten Kampf kämpften." Auch am nächsten Tag wurde gekämpft. Dann kam es zu einer Art Waffenstillstand.
So war das damals, bei den alten GOTEN! Da wurde ganz schön viel gekämpft.
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Die Goten flohen nun Richtung Norden, in die Gegend von Pavia und Verona (wo es auch schön ist). Dort wählten sie einen neuen König: TEJA. Der ließ zunächst einmal alle Geiseln über die Klinge springen: ca. 300-350 Männer und Jünglinge aus Senatorenfamilien. Ihre Schätze versteckten die GOTEN unterdessen in den Höhlen von CUMAE. Die Truppen der GOTEN, die inzwischen auf der misenischen wie sorrentinischen Halbinsel lagen, waren von Land her abgeschnitten und wurden deshalb von der gotischen Flotte versorgt. Zwei Monate lagen sie so den Byzantinern gegenüber, getrennt durch den tiefen Fluß Sarnus (Drakon). Ganz byzantinisch, bestach nun der Kastrat NARSES den gotischen Flottenchef, der dafür-die Welt war schon immer voller Dreckskerle- fast die ganze Flotte auslieferte! Ungefähr zugleich drängte NARSES die GOTEN auf einen Hügel bei STABIAE zurück, den sog. MONS LACTARIUS. Der Historiker PROKOPIOS schreibt:
"Als sich die Goten, die bereits Mangel an Nahrung litten, auf dem Lactarischen Berge niedergelassen hatten, bereuten sie alsbald ihren Entschluß; denn noch mehr gebrach es ihnen hier an Lebensmitteln, so daß sie bald nichts mehr besaßen, wovon sie sich und ihre Rosse ernähren konnten.
In dieser Not faßten sie einen heldenmütigen Gedanken. Besser, meinten sie, sei es in der Schlacht den Tod zu erleiden, als dem Hunger zu erliegen. Darum warfen sie sich unvermutet in plötzlichem Angriffe auf den Feind."-SIC!
Die Römer hielten zwar stand, doch sie kämpften ziemlich chaotisch. PROKOP bemerkt: "Keiner gehorchte den Befehlen..." Dann stiegen die GOTEN von ihren Pferden und bildeten eine tiefgestaffelte Phalanx. Hören wir PROKOP:
"Meine Erzählung wendet sich nun einer Schlacht zu, die würdig ist, unvergessen zu bleiben, schon wegen der Tapferkeit eines Mannes, der die Taten der gefeiertsten Helden des Altertums übertroffen hat: des TEJA."
Dieser kämpfte fast alleine in vorderster Front. Die Römer drangen in großer Zahl auf den Recken ein, in dessen Schild viele Speere steckten. War der Schild zu schwer davon, ergriff er einen neuen. So kämpfte er ununterbrochen. Einen kurzen Moment paßte er beim Schildwechseln nicht auf, da traf ihn ein Speer. Er war sofort tot. Die Römer steckten seinen Kopf auf eine Lanze. Doch die GOTEN kämpften mit Ingrimm weiter, "denn den Goten war es klar, daß sie ihren letzten Kampf kämpften." Auch am nächsten Tag wurde gekämpft. Dann kam es zu einer Art Waffenstillstand.
So war das damals, bei den alten GOTEN! Da wurde ganz schön viel gekämpft.
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Freitag, 2. Dezember 2016
FREUND NIETZSCHE: MORAL-DETRUIERUNG DER MORAL-IHRE GENEALOGIE-CHRISTENTUM VS. GERMANENTUM
MICHAEL TANNER stellt in seiner NIETZSCHE-BIOGRAPHIE klar:
-NIETZSCHE leugnet keinesfalls das Vorhandensein von Werten!
-Es sei ein weitverbreiteter Fehler, ihm dies zu unterstellen.
(Allerdings hat Nietzsche wenig getan, um dieses Vorurteil auszuräumen!)
-Nihilismus=Absage an Werte.
-Diesen fürchtet Nietzsche!
-Auch wenn er bisweilen als Prophet des Nihilismus erscheint, ist es keineswegs so, daß er sich auf Kommen dieses Zustandes freut.
(So nach dem Motto: An Weihnachten kommt endlich der Nihilismus: Wie schön!)
-Nietzsche stellt lediglich fest: Werte bedeuten dem abendländischen Menschen immer weniger.
-Er fragt sich: Wie konnte es dazu kommen?-Wie hätte dies vermieden werden können?
-Dazu untersucht er die Moral und fragt sich: Was ist ihr Fundament?-Was ihr Inhalt?
-Antwort: Die heutige Moral stammt vorwiegend, wenn nicht ausschließlich, aus hebräisch-christlicher Quelle.-Es handelt sich dabei um die Moralgesetze eines kleinen Hirtenstammes aus dem vorderen Orient.
(Stellt sich für mich die Frage: Will man als Germane so ein Moralgesetz?)
Diese Moralgebote, erfunden von zottelbärtigen Hirten und Kaftanträgern, wurden in Form von Befehlen durchgesetzt. Wer sich weigert, den trifft der Zorn Gottes.)
(Offensichtlich wurde dadurch versucht, den Zusammenhalt des Stammes zu sichern. Ich glaube, daß es vielmehr um ganz banale Machtausübung ging.)
-Wir allerdings leben heute unter ganz anderen Bedingungen. Diese Form von Moral verstehen wir nicht so recht. Wir müssen erst dafür zurechtgebogen werden. Alles muß zurechtgelogen werden. Notfalls wird mit Gewalt nachgeholfen. Diese Moral wird uns aufgepfropft-sie paßt nicht so recht zu uns.
-Die Moralphilosophen haben krampfhaft versucht, diese Moral zu untermauern und zu stützen.
-"Das Christenthum setzt voraus, dass der Mensch nicht wisse, nicht wissen könne, was für ihn gut, was böse ist: er glaubt an Gott, der allein es weiss. Die christliche Moral ist ein Befehl...sie steht und fällt mit dem Glauben an Gott..."
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Moralgesetze sind keine Naturgesetze. Sie sind Menschenwerk! Mir persönlich sind Gesetzesreligionen unsympathisch, weil sie das Ziel haben einen zu verbiegen und auszubeuten. Sie sind ein Beweis dafür, daß einer nicht den anderen in Ruhe lassen kann. Ein Jude muß um die 500 Gebote befolgen. Welch ein Stress! Welch eine Zeit-und Energieverschwendung! Das führt doch zwangsläufig zu Gewissensqualen, somit zum Verlust der Lebensfreude. Was soll die ganze Gewissenserforschung?-Das Gewissen ist ein Affe, der sich vor einem Spiegel abmüht, sagt Georg Büchner.
Ein Germane hingegen braucht lediglich gute Waffen (Speer, Sax, Angon, Franziska, Schild, evtl. Kettenhelm und Helm, wenn er sich's leisten kann), die Aussicht auf Beute, was zum Saufen, und einen heroischen Lebenslauf und nicht das ewige "Du sollst, du sollst nicht; tu dies, tu das, entsage, geh in dich, tu Buße etc.", das nur versucht, einen an die Kette zu legen. Er braucht sich auch "keinen abzubrechen", ein guter Mensch zu sein. Wotan bzw. Odin interessiert nicht, ob man ein guter Mensch ist, sondern ob man ein guter Krieger war. Ein Germane will auch nicht in den christlichen Himmel, er will nur nach Walhall, denn da ist es lustiger!
Daß es die Pfaffen dennoch geschaftt haben, unsere Vorfahren zu beschwatzen, zeugt von deren Penetranz und Gerissenheit.
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Ergo/ Conclusio: Glaubt kein Wort von dem Gefasel über Moral, o meine Freunde!-Alles Lüge.
-NIETZSCHE leugnet keinesfalls das Vorhandensein von Werten!
-Es sei ein weitverbreiteter Fehler, ihm dies zu unterstellen.
(Allerdings hat Nietzsche wenig getan, um dieses Vorurteil auszuräumen!)
-Nihilismus=Absage an Werte.
-Diesen fürchtet Nietzsche!
-Auch wenn er bisweilen als Prophet des Nihilismus erscheint, ist es keineswegs so, daß er sich auf Kommen dieses Zustandes freut.
(So nach dem Motto: An Weihnachten kommt endlich der Nihilismus: Wie schön!)
-Nietzsche stellt lediglich fest: Werte bedeuten dem abendländischen Menschen immer weniger.
-Er fragt sich: Wie konnte es dazu kommen?-Wie hätte dies vermieden werden können?
-Dazu untersucht er die Moral und fragt sich: Was ist ihr Fundament?-Was ihr Inhalt?
-Antwort: Die heutige Moral stammt vorwiegend, wenn nicht ausschließlich, aus hebräisch-christlicher Quelle.-Es handelt sich dabei um die Moralgesetze eines kleinen Hirtenstammes aus dem vorderen Orient.
(Stellt sich für mich die Frage: Will man als Germane so ein Moralgesetz?)
Diese Moralgebote, erfunden von zottelbärtigen Hirten und Kaftanträgern, wurden in Form von Befehlen durchgesetzt. Wer sich weigert, den trifft der Zorn Gottes.)
(Offensichtlich wurde dadurch versucht, den Zusammenhalt des Stammes zu sichern. Ich glaube, daß es vielmehr um ganz banale Machtausübung ging.)
-Wir allerdings leben heute unter ganz anderen Bedingungen. Diese Form von Moral verstehen wir nicht so recht. Wir müssen erst dafür zurechtgebogen werden. Alles muß zurechtgelogen werden. Notfalls wird mit Gewalt nachgeholfen. Diese Moral wird uns aufgepfropft-sie paßt nicht so recht zu uns.
-Die Moralphilosophen haben krampfhaft versucht, diese Moral zu untermauern und zu stützen.
-"Das Christenthum setzt voraus, dass der Mensch nicht wisse, nicht wissen könne, was für ihn gut, was böse ist: er glaubt an Gott, der allein es weiss. Die christliche Moral ist ein Befehl...sie steht und fällt mit dem Glauben an Gott..."
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Moralgesetze sind keine Naturgesetze. Sie sind Menschenwerk! Mir persönlich sind Gesetzesreligionen unsympathisch, weil sie das Ziel haben einen zu verbiegen und auszubeuten. Sie sind ein Beweis dafür, daß einer nicht den anderen in Ruhe lassen kann. Ein Jude muß um die 500 Gebote befolgen. Welch ein Stress! Welch eine Zeit-und Energieverschwendung! Das führt doch zwangsläufig zu Gewissensqualen, somit zum Verlust der Lebensfreude. Was soll die ganze Gewissenserforschung?-Das Gewissen ist ein Affe, der sich vor einem Spiegel abmüht, sagt Georg Büchner.
Ein Germane hingegen braucht lediglich gute Waffen (Speer, Sax, Angon, Franziska, Schild, evtl. Kettenhelm und Helm, wenn er sich's leisten kann), die Aussicht auf Beute, was zum Saufen, und einen heroischen Lebenslauf und nicht das ewige "Du sollst, du sollst nicht; tu dies, tu das, entsage, geh in dich, tu Buße etc.", das nur versucht, einen an die Kette zu legen. Er braucht sich auch "keinen abzubrechen", ein guter Mensch zu sein. Wotan bzw. Odin interessiert nicht, ob man ein guter Mensch ist, sondern ob man ein guter Krieger war. Ein Germane will auch nicht in den christlichen Himmel, er will nur nach Walhall, denn da ist es lustiger!
Daß es die Pfaffen dennoch geschaftt haben, unsere Vorfahren zu beschwatzen, zeugt von deren Penetranz und Gerissenheit.
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Ergo/ Conclusio: Glaubt kein Wort von dem Gefasel über Moral, o meine Freunde!-Alles Lüge.
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